250 Sänger in voll besetzter Stadtpfarrkirche

Grandioses Jubiläumskonzert

Ganz in seinem Element: Dirigent Werner Utmelleki bei seinem ganz besonderen Jubiläumskonzert. Foto: Bernauer

Dieburg - „Jauchzet und frohlocket“: Diesen Freudengesang von Johann Sebastian Bach stellte der Dirigent Werner Utmelleki an den Beginn seines Konzertes. Von Ulrike Bernauer

Die zahlreichen Zuhörer in der voll besetzten Kirche St. Peter und Paul jauchzten zwar nicht am Ende der zweistündigen Veranstaltung, ihren Dank an die rund 250 Sänger und den Dirigenten lieferten sie dafür mit stehenden Ovationen ab.

Aus Anlass des 25-jährigen Chorleiterjubiläums von Utmelleki sollte es ein besonderes Konzert sein und das war es in der Tat. Vier Chöre, der Kirchenchor Cäcilia St. Peter und Paul Dieburg, der gemischte GSL-Chor Groß-Umstadt, die Sängervereinigung Mainflingen und der Gesangsverein Edelweiß Mainaschaff bildeten zusammen einen machtvollen und stimmgewaltigen Chor. Alle vier Chöre betreut Utmelleki in ihrer allwöchentlichen Probenarbeit.

Zusätzlichen musikalischen Glanz verliehen noch die Frankfurter Sinfoniker, mit denen der Schaafheimer Dirigent auch schon etliche Jahre zusammenarbeitet. Damit nicht genug, insgesamt zwölf Solistinnen und ein Solist, darunter die Dieburgerinnen Inge Zimber und Sybille Enders, sowie Petra Waegt und Jörg Hofmann aus dem GSL-Chor brillierten mit ihren Soli und verliehen dem Konzert noch eine ganz besondere Brillanz.

Literatur aus 25 Jahren Dirigat hatte Utmelleki für dieses Konzert ausgesucht, darunter waren anspruchsvolle klassische Stücke wie das oben erwähnte „Jauchzet, frohlocket“ aus dem Weihnachtsoratorium von Bach, oder das „Benedictus“ von Joseph Haydn. Diesen Teil des Konzertes bestritten im Wesentlichen der Dieburger und der Groß-Umstädter Chor. Die Frauen allein sangen die Marienlieder, darunter zwei sehr unterschiedliche Interpretationen des berühmten „Ave Maria“.

Richtig voll wurde es im Altarraum, als die beiden anderen Chören zu den ganz klassischen Weihnachtsliedern dazu kamen. So mancher der Zuhörer stimmte bei „Alle Jahre wieder“ oder „Süßer die Glocken nie klingen“ mit ein, freute sich aber gleichzeitig diese bekannten Stücke, die viele zuhause vor dem Weihnachtsbaum singen, mal so stimmgewaltig zu hören.

Eine gewaltige Leistung hatte Utmelleki den 250 Sängern abverlangt, geprobt wurde ab den Sommerferien. „Der Kirchenchor Dieburg beherrscht diese Literatur und auch für die Umstädter Sänger ging es hauptsächlich um eine Auffrischung“, erklärte Utmelleki  nach dem Konzert.

Die Generalprobe mit allen Chören und den Musikern bestritten alle Beteiligten am Tage des Konzertes.

Für Sängerin Birgit Bauer vom Dieburger Kirchenchor war es ein fulminantes und stimmungsvolles Konzert, so der Auftakt ihrer Laudatio auf den Chorleiter.

Sie erinnerte sich noch an den jungen Mann, der vor 25 Jahren mit wehenden Mantelschößen durch die Kirche eilte. „Erfrischend neue Orgeltöne begleiteten von da an die Gottesdienste und ein neuer Klang ließ alsbald aufhorchen“, blickte sie zurück. Trotz intensiver Arbeit sei aber auch der Spaß bei den Chorproben nie zu kurz gekommen, deshalb wünscht sich der Chor noch viele Jahre der Zusammenarbeit mit „seinem“ Dirigenten.

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