Nach sieben Monaten Bauzeit

Verkehr kann wieder rollen

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Vertreter der Stadtverwaltung, des Magistrats sowie der an der Sanierung der Groß-Umstädter-Straße beteiligten Firmen griffen am Montag zur Schere und gaben die Straße offiziell für den Verkehr frei.

Dieburg - Vor noch gar nicht allzu langer Zeit war die Groß-Umstädter-Straße berühmt-berüchtigt für ihre Schlaglöcher. Das ist nun Geschichte. Von Laura Hombach 

Nach rund siebzehn Monaten Bauzeit und 1,6 Millionen Euro (das Land Hessen beteiligte sich mit 681.000 Euro), die in den Straßenbau investiert wurden, ist Dieburgs einstige Buckelpiste nicht mehr wiederzuerkennen. Am Montag wurde die frisch sanierte Straße offiziell eröffnet. Bürgermeister Dr. Werner Thomas dankte den versammelten Vertretern der beteiligten Planungs- und Baufirmen für den reibungslosen Ablauf einer Maßnahme, die lange gedauert habe. Ende Oktober 2012 hatten die Arbeiten am ersten Straßenabschnitt begonnen und waren dann abschnittsweise bis Ende März diesen Jahres fortgeführt worden.

Neben den Straßenbauarbeiten waren auch die Kanal-Hausanschlüsse der Anlieger erneuert worden. Auch der Sammelkanal war abschnittsweise mittels eines Inlinerverfahrens (in den bestehenden Kanal werden Schläuche eingezogen) saniert worden. Mit rund 170.000 Euro (nicht in den 1,6 Millionen Euro enthalten) schlugen diese Arbeiten zu Buche. Da der Weg in den Untergrund nun schon einmal frei war, wurden - teilweise von den Versorgern - auch gleich Strom- und Telekommunikations- sowie Wasserleitungen erneuert.

Entschleunigung des Verkehrs

Als Musterstraße bezeichnete Thomas die neu gestaltete Straße, denn statt eines abgegrenzten Fahrradwegs heben sich nun zwei Fahrradstreifen, optisch durch Strichelung markiert, von der Fahrbahn ab. Diesen Bereich müssen sich Autofahrer und Radler künftig teilen. Eine Maßnahme, die, so die Hoffnung des Verwaltungschefs, auch zur Entschleunigung des Verkehrs auf der stark frequentierten Straße beitragen soll.

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Sowohl der Zeitrahmen als auch der Kostenrahmen seinen so weit wie möglich eingehalten worden, lobte Thomas die am Bau beteiligten Firmen. Zugleich habe die Kommunikation mit den Anwohnern sehr gut geklappt. Jeder habe jederzeit sein Grundstück erreichen können. Jeden Monat sei ein Informationsschreiben an die Anlieger gegangen, erläuterte der Bauleiter der Straßenbaumaßnahmen Michael Arnold. Die Bauzeiten habe man trotz des kalten Winters 2012/13 und trotz zahlreicher Zusatzaufgaben, die sich erst im Laufe der Baumaßnahme ergeben hätten, einhalten können. Besonders das Thema Wasserablauf habe dabei für Schwierigkeiten gesorgt. Auf den Gehwegen sorgt nun ein zweieinhalb-prozentiges Gefälle zur Straße hin für einen sicheren Ablauf.

Parkbuchten angepasst

Zusätzlich zu Straße und Gehwegen war auch die Bushaltestelle „Friedhof“ mit Überdachungen und Sitzmöglichkeiten auf beiden Seiten, eine Fahrradabstellanlage an der Bushaltestelle sowie die Zufahrt zum Verwaltungsgebäude des Friedhofs neu angelegt worden. Eine Abweichung zur ersten Planung habe sich im Seitenbereich der Straße ergeben, so Arnold. Um den alten Baumbestand erhalten zu können und um zu verhindern, dass die Wurzeln bei den Bauarbeiten beschädigt werden, habe man großzügige Hochbeete an den Bäumen angelegt. Dadurch seien auch die Parkbuchten angepasst worden und fielen nun breiter aus, als eigentlich angedacht.

Für die Pflasterung von Gehwegen, Seitenstreifen und auch der Zufahrten zu den Seitenstraßen wurde ein speziell patentiertes Pflaster verwendet. Nicht nur optisch macht das Pflaster wegen gleichmäßiger Fugenabstände zwischen den einzelnen Steinen einen guten Eindruck. Auch die Haltbarkeit des Pflasters ist laut Arnold durch den festen Sitz der einzelnen Steine wesentlich besser als bei herkömmlichem Pflaster. „Es war uns ein Anliegen, die Straße möglichst dauerhaft zu gestalten und dabei auch die Folgekosten mit im Blick zu haben“, so der Bauleiter.

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Nachdem nun der Tunnel auf der einen und die Groß-Umstädter-Straße auf der anderen Seite fertiggestellt sind, soll es nun auch bald auf dem Zwischenstück weitergehen. Momentan warte man noch auf Nachricht vom Land Hessen, erklärte Thomas am Montag. Er hoffe aber, dass noch in diesem Jahr die Arbeiten am Marienkreisel beginnen können.

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