Grüne Oase vor dem Rathaus

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Pflanzen- und Blumenfreunde kamen am Samstagmorgen vor dem Rathaus bei der Börse des Heimatvereins voll auf ihre Kosten: Überall grünte und blühte es.

Dieburg (mj) ‐  „2010 hat der lange Winter zu einem kleinen und bescheidenen Angebot geführt. Dieses Jahr ist durch die warmen Tage schon alles kräftig nach oben geschossen, was man vor allem an den prächtigen Stauden sieht“, freute sich eine Besucherin.

Als grüne Oase zeigte sich die „Blumen- und Pflanzenbörse“ am Samstagmorgen vor dem Rathaus. Bei der jüngsten Auflage der „Blumen- und Pflanzenbörse“ füllte der Heimatverein erneut eine Marktlücke. Unzählige Freunde „des Grünens und Blühens“ ließen sich von dem breit gefächerten Angebot an insgesamt 31 Ständen begeistern, das unter anderem von Palmen, Clematis, Buchs, Blumenstöcken für drinnen und draußen, Kakteen, Sukkulenten bis hin zu jungen Gemüsepflanzen für Hobby-Gärtner reichte.

Fachkundige Beratung war sehr willkommen.

Durch das große Interesse konnten sich alle die glücklich schätzen, die nach dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ verfuhren. Zu den Beschickern und Kunden gleichermaßen gehörte Maren Gatzemeier aus Hergershausen. Ihr Garten, der sich an eine alte Hofreite anschließt, gilt als einer der schönsten in der Region und wurde bereits in diverse Gartenführer oder die hessenweite Besichtigungs-Aktion „Offene Gartenpforte“ aufgenommen. Von der „Börse“ in Dieburg ist sie begeistert: „Hier trifft man auch auf Liebhaber-Sorten, die sich in keinem Garten-Center finden lassen.“
Auf der Suche nach einer solchen, genauer gesagt nach der „Plumbago Royal Cape“, ist die Dieburgerin Anne Sattig: „Die habe ich in Deutschland noch in keinem Geschäft oder privat gesehen“, erzählt sie über die Strauchpflanze mit den blauen Blüten, die ursprünglich aus dem tropischen Afrika kommt. Irgendwann hofft sie, sie zu finden und setzt sogar lachend eine kleine Prämie für den aus, der ihr das gute Stück bringt. „Aber bitte mit schönen Blüten. Sie braucht ein bisschen Kraft, damit sie über den hiesigen Winter kommt“, ergänzt Sattig.

Fleißige Lieschen im Handkarren

Mit jungen Tomaten-, Paprika-, Gurken- und Zucchini-Pflanzen ist bereits Martina Plückebaum zufrieden. „Ich decke mich jedes Jahr auf der Börse für meinen Nutzgarten ein“, berichtet sie. Hier lasse sich gegenüber den Preisen im Handel einiges sparen. Sellerie und Lauch wurden von der Heilpraktikerin noch nicht ausgemacht, was Plückebaum aber locker sieht, da sie noch nicht den gesamten Markt gesehen hat.

Dafür sitzen „ungeplant“ zwei „Fleißige Lieschen“ in ihrem kleinen Handkarren: „Die haben so schön geblüht, die musste ich einfach mitnehmen“, sagt sie.

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