Grüner parken an der Römerhalle

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Die Autos stehen dicht an dicht.

Dieburg ‐ Auch wenn die Sonne schon frühlingshaft auf die Nase scheint und Krokusse und andere Frühblüher für farbenfrohe Akzente sorgen, ist das Grau des Winters noch nicht ganz vergessen. Ganz besonders grau geht es nach Ansicht der Dieburger Grünen auf dem Parkplatz zwischen Penny-Markt und Römerhalle in der Altstadt zu.  Von Laura Hombach

Die nachträgliche Pflanzung von Bäumen auf dem Gelände mit rund 80 Stellplätzen soll, so will es ein Antrag der Grünen, für Abhilfe sorgen. Die Grünen verweisen bei diesem Antrag, der am Donnerstagabend im Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr, auf der Tagesordnung stand, auf die Stellplatzsatzung der Stadt. Derzufolge sei bei der Errichtung von Parkplätzen pro fünf Stellplätzen ein Baum zu pflanzen sowie Parkplätze mit mehr als 1000 Quadratmetern mit raumgliedernden Bepflanzungen zwischen den Stellplätzen zu unterteilen. Beim Bau des Parkplatzes in der Altstadt seien weder Bäume gepflanzt, noch Pflanzbeete für Bäume und Sträucher vorgesehen worden, so die Kritik der Grünen. Ein von der Verwaltung vorgelegtes Konzept sieht die Pflanzung von 22 Bäumen - damit würde die von der Stellplatzsatzung vorgeschriebene Anzahl mehr als erfüllt - rund um die eigentliche Parkplatzfläche vor.

Durch die kompakte Gestaltung des Parkplatzes sollten möglichst viele Stellplätze geschaffen werden. An der Wichtigkeit ausreichenden Parkraums gab es denn bei den Ausschussmitgliedern einschließlich der grünen Antragsteller auch keinen Zweifel. Trotzdem wollte auch niemand auf eine optisch möglichst ansprechende Gestaltung des Platzes verzichten. Während Mechthild Pfeil (CDU) und ihr Fraktionskollege Renée Exner zur Geduld rieten, bis der Bau der Römerhalle fertiggestellt und die Beete bepflanzt seien, wollte die Mehrzahl der Ausschussmitglieder das Problem umgehend angepackt wissen.

Bäume auf Parkplätze zu pflanzen, „funktioniert überall“

Viel Grau und wenig Grün ist auf dem Parkplatz zwischen Penny-Markt und der Römerhalle zu sehen. 

Bürgermeister Dr. Werner Thomas erklärte, dass es zwar eventuell möglich sei, jeweils an der Schnittstelle von vier Parkplätzen Bäume zu pflanzen, ohne das Stellplätze wegfielen. Allerdings hätten diese Bäume dann wenig Wachstumsspielraum und es sei zu befürchten, dass sie entsprechend schnell eingingen. Eine Befürchtung, die auch von Mechthild Pfeil geteilt wurde. Antragsteller Herbert Nebel stellte dem entgegen, dass es durchaus gängige Praxis sei, Bäume auf Parkplätzen zu pflanzen. „Das funktioniert auf der ganzen Welt, nur in Dieburg soll es nicht funktionieren“, so Nebel.
Die Pflanzung von „mobilen Bäumen“ in Bottichen regte Heribert Sürder (UWD) im Laufe der Diskussion an. Konrad Kurbel (SPD) überlegte, ob durch die Schaffung von weiteren Parkplätzen im Häfnerweg Ersatz für eventuell wegfallende Stellflächen auf dem Altstadtgelände geschaffen werden könnte.

Schließlich wurde die Verwaltung damit beauftragt, ein Konzept zu erstellen, wie eine nachträgliche Bepflanzung des Parkplatzes aussehen könnte, wie viele Parkplätze dafür wegfallen müssten, was die Maßnahme kosten würde und welche Bäume sich für eine solche Bepflanzung eignen würden.

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