Gustav-Heinemann-Schule dekoriert Kultusministerium

Vor Bildern der Gustav-Heinemann-Schüler (von rechts nach links): Regierungsdirektorin Margot Häuser, Ministerialdirigent Wolf-Michael Kuntze, Ulla Marino, Elfriede Mock, Isabelle Riposche und Urte Sadewasser. Foto: p

Dieburg/Wiesbaden - Die Dieburger Gustav-Heinemann-Schule (GHS), eine Schule für Praktisch Bildbare und Körperbehinderte Praktisch Bildbare Schüler, hat kürzlich ihre Ausstellung „Farbe, Form, Bewegung“ im Neubau des Wiesbadener Kultusministeriums in der Kirchgasse 2 eröffnet. Auf zwei Etagen wurden Konferenz- und andere Funktionsräume mit rund 80 Bildern und Skulpturen ausgestattet.

Die Eröffnung geriet zu einer kurzweiligen Aktion, denn gleich zu Beginn ließen die jungen Künstler Stabpuppen zum Welthit „We are the champions“ von Queen tanzen. Das solle nicht als Überheblichkeit gedeutet werden, schränkte Schüler Nico Stelzer ein, „es ist eher der Versuch, uns selbst Mut zu machen.“ Wirklich mutig war der nächste Programmpunkt, denn die Puppenspiele forderten die Gäste zum Tanz. So musste auch Gastgeber Wolf-Michael Kuntze, Ministerialdirigent und Leiter der Qualitätsabteilung des Kultusministeriums, mit der kleinen Nadja zu „See you later alligator“ einen flotten Jive auf's Parkett legen und erfüllte damit den dritten Teil des Ausstellungstitels: Bewegung.

Urte Sadewasser stellte die Bilder und Skulpturen dann detaillierter vor. Sie und ihre beiden Kolleginnen Elfriede Mock und Ulla Marino hatten die jungen Künstler im Kunstunterricht zu kreativen Höchstleistungen gebracht. „Naturalistisch muss man zu einem solchen Thema nicht arbeiten, darin liegt das Besondere für unsere Schüler. Jeder kann, seinen Fähigkeiten entsprechend, in die Gestaltung der Werke miteinbezogen werden. Trotz fehlendem Naturalismus wird es Ihnen beim Betrachten der Bilder leicht fallen, das Thema immer wieder aufs Neue zu entdecken.“

Für die Schule ist diese Ausstellung ein Chance, ihre Lernziele umzusetzen. In diesem Fall besonders: Die Kreativität anzuregen und zu fördern, sowie die Schule nach außen zu öffnen. Auf diesem Wege sollen die Schüler „an der Gesellschaft lernen, in sie hineinwachsen, um in ihr weitestgehend selbstständig, selbstbestimmt und unabhängig agieren zu können“, wie die Schulleiterin Gabriele Kregelius in ihrer Eröffnungsrede betonte.

Die Schüler sowie zirka 40 Mitarbeiter des Ministeriums genossen die Vernissage sehr. Die Künstler waren schnell unverkrampft und freuten sich riesig über die Geschenke, die sie zum Schluss bekamen. Wolf-Michael Kuntze bedankte sich für die hervorragende pädagogische Arbeit der Kunstlehrerinnen.

Regierungsdirektorin Margot Häuser hatte Bälle für den Sportunterricht und für jedes einzelne Kind ein persönliches Päckchen vorbereitet. Kräppel und Säfte rundeten den aufregenden Vormittag im Ministerium ab.

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