Anwohner froh über Abschluss der Bauarbeiten in ihren Straßen / Gesamtkosten von 2,5 Mio. Euro

„Gut, dass es jetzt endlich vorbei ist“

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Alle zogen an einem Strang, jetzt schneiden sie an einem Band: die offizielle Eröffnung des neugestalteten Bereichs in der Minnefelder Seestraße.

Dieburg ‐  Gefälliges Pflaster, in den Kreuzungen zu Kreisen zusammengefügt, keine Bürgersteige mehr: die Großbaustelle im Bereich Minnefelder Seestraße, Am Monfelder See, Rathenaustraße, Rodgaustraße und im nördlichen Abschnitt der Ringstraße sind nach fast eineinhalb Jahren im Rahmen des Planungszeitraums abgeschlossen. Von Lisa Hager

Die Anwohner haben geduldig viel Baulärm und Einschränkungen ertragen. Bürgermeister Dr. Werner Thomas hat den Bereich zusammen mit Vertreten des Bauamtes, des Plaungsbüros Reitzel aus Groß-Zimmern, der bauausführenden Firma aus Dreieich, Mitgliedern des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung offziell freigegeben.

Michael Reitzel lobte die überaus gute Zusammenarbeit aller Beteiligten während der langen Bauphase. „Die Anwohner, die ja teilweise regelrecht eingesperrt waren, haben einiges mitgemacht“, zeigte er Verständnis. Dass die Bauarbeiter aber zum Ende der Maßnahme von Anlieger spontan zu einem Fest eingeladen wurden, zeige, dass wohl wenig Ärger zurückgeblieben sei.

Die Kosten der Großbaumaßnahme belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Darin enthalten ist aber nicht nur der komplette Neuausbau der Straßen. Zeitgleich wurden auch neue Versorgungsleitungen verlegt. Die alten Kanäle waren teilweise geschädigt und hydraulisch überlastet. Am Monfelder See musste der Kanal grundhaft erneuert werden.

Die Arbeiten begannen an der Einmündung der Minnefelder Seestraße in die Frankfurter Straße und am Monfelder See. Abschnittsweise wurde dann gesperrt und die Baustelle immer weiter vorangetrieben. Anlieger konnten so jeweils immer bis zur aktuellen Baustelle einfahren.

Die geplagten Bewohner der betroffenen Straßen zeigten sich insgesamt zufrieden. Dass zu schnell gefahren werde, da ja jetzt die Bürgersteige fehlten, hat ein Anwohner beobachtet.

Karl E. Weihert, der sich während der offiziellen Freigabe durch die Verantwortlichen übers Fenster mit Ehepaar Ursula und Werner Enders unterhielt, findet die Neugestaltung gut. „Aber es ist auch gut, dass es jetzt endlich vorbei ist mit dem ganzen Lärm und Dreck“, sagte der Rentner. „Es sieht auf jeden Fall besser aus als vorher“, meinte Enders.

Ob sich auf Dauer die weiß umrandeten Parkbuchten bewähren werden, bezweifeln manche Anlieger allerdings. „Manche Autos stehen da den ganzen Tag drin“, sagte ein Nachbar. Vielleicht wäre es besser, das Parken auf zwei Stunden zu beschränken, gab er zu Bedenken.

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