Gute Nachricht für die Ferien

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Stolz zeigen hier einige Gutenbergschüler ihre Zeugnisse: Mit Sack und Pack ging es gestern in die Ferien.

Dieburg ‐  „Jetzt will ich nur noch ins Schwimmbad“, sagte ein Erstklässler seufzend, als er seinen schweren Bücherranzen und einen Plastikbeutel voller gemalter Bilder, Bücher und anderer Utensilien über den Hof der Gutenbergschule schleppte. Von Elisabeth Hager und Ulrike Bernauer

Dabei kam nicht nur er ganz schön ins Schwitzen, viele Kinder wollten auch wegen der Hitze nur noch eins: „Endlich nach Hause“.

Viele freuten sich auch auf den Urlaub, der teilweise schon gleich nach Schulschluss angetreten wurde. „Wir fahren erst abends“, berichtete ein Mädchen - fast enttäuscht, dass sie noch einige Stunden warten musste.

In Ferienstimmung könnte die Eltern ein Beschluss des Kreistags bringen, der noch am Montag gefasst wurde: Für die beiden betreuenden Grundschulen in Dieburg, Gutenbergschule und Marienschule, wurden längere Betreuungszeiten beschlossen. Bereits im März hatte die Stadtverordnetenversammlung aufgrund von Elternwünschen eine Ausdehnung der Zeiten befürwortet. Beschließen musste die Ausweitung allerdings der Landkreis als Schulträger, denn die längerfristige Finanzierung sollte gesichert sein. Der Landkreis beteiligt sich indirekt auch an den Kosten. Die Landesmittel von rund 12.000 Euro werden an die Stadt weitergegeben. Eltern, die für die Betreuungskosten nicht selbst aufkommen können, haben die Möglichkeit, eine teilweise oder komplette Übernahme der Finanzierung beim Kreis zu beantragen.

Einheitliche Regelung des Betreuungsangebots

Insgesamt gibt der Kreis für die seine 54 betreuenden Grundschulen gut 300.000 Euro aus. Der Rest der Mittel wird von der Stadt und über die Beiträge der Eltern finanziert. Die wurden jetzt für die Gutenbergschule und die Marienschule leicht angehoben, langfristig wird eine Vereinheitlichung der Gebühren im ganzen Landkreis angestrebt - dort gibt es jetzt noch erhebliche Unterschiede.

Die Gutenbergschule hatte bislang zwei Betreuungsangebote: 7.30 bis 13.45 Uhr und 7.30 bis 14.30 Uhr. In der Marienschule wurde von 7.30 bis 14 Uhr betreut. Jetzt haben beide Grundschulen eine einheitliche Regelung: Morgens beginnt die Betreuungszeit weiterhin um 7.30 Uhr, am Nachmittag können die Eltern ab dem neuen Schuljahr zwischen drei Angeboten wählen. Die Kinder können bis 14, 15 oder 16 Uhr in der Schule bleiben. Die Kosten für die drei Angebote sind wie folgt: Für die Zeit von 7.30 bis 14 Uhr sind monatlich 70 Euro fällig. Wenn das Kind eine Stunde länger bleibt, steigt der Betrag auf 85 Euro. Von 7.30 bis 16 Uhr kostet die Betreuung für den Nachwuchs 100 Euro.

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