Für guten Zweck in die Pedale treten

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Die Sportlichen Leiter und Organisatoren der „Kleinen Tour der Hoffnung“ (v. l.): Kurt Bingel, Claus Stüber, Silke Klotz und Helmut Schelter.

Dieburg (jd) ‐ Jenseits hochmoderner Carbon- und Alurahmen werden am 30. Mai auch historische Vertreter der Rennrad-Gattung zu bestaunen sein: „Der RV Rüsselsheim hat sich für die Tour mit fünf Rädern aus dem Jahr 1930 angekündigt“, sagt Helmut Schelter. Mit „die Tour“ meint Schelter: die „Kleine Tour der Hoffnung“.

Zusammen mit Silke Klotz und den Sportlichen Leitern Kurt Bingel und Claus Stüber organisiert Schelter die Radveranstaltung für den guten Zweck inzwischen zum fünften Mal.

Am 30. Mai also werden sich am Dieburger Marktplatz wieder hunderte Radfahrer auf drei unterschiedlich lange Rundkurse begeben. Bei der Premiere 2006 machten 200 mit, 2009 waren es schon 400. „In diesem Jahr springen wir auf die 500“, glaubt Schelter. Im Rahmen der „Kleinen Tour der Hoffnung“ treten die Massen dann kräftig in die Pedale und sammeln Geld für den guten Zweck, hier speziell zu Gunsten von an Leukämie erkrankten Kindern.

Zehnkämpfer Guido Kretschmer kündigt sich an

Nach dem Briefing auf dem Marktplatz um 9 Uhr geht es anschließend los für die Fahrer. Die gemütliche Tour mit 30 Kilometern Länge führt von Dieburg über Groß-Zimmern nach Roßdorf und dann über Spachbrücken, Reinheim, Habitzheim, Lengfeld, Groß-Umstadt und Semd wieder zurück. Etwas mehr Sattel-Sitzfleisch brauchen die Teilnehmer der 60 Kilometer langen Tour, die unter anderem nach Modau und dann wieder gen Nordosten (Groß-Umstadt, Schaafheim und Münster) radeln. Wahre Könner dürfen sich an der 100 Kilometer langen Strecke über Ober-Ramstadt, Ernsthofen, Groß-Bieberau, Groß-Umstadt, Schaafheim, Babenhausen, Eppertshausen und Messel versuchen. „Auf der 100-Kilometer-Strecke sollten nur Fahrer mit Rennrädern teilnehmen“, bitten die Organisatoren. Der ein oder andere knackige Anstieg ist auf dieser Strecke inklusive.

Seinen Anfang nahm die Idee am Dieburger Glückstalermarkt im Jahr 2005, als unter anderem Gewerbeverein-Mann Schelter den Kontakt zur ehemaligen Weltklasse-Biathletin Petra Behle, die als prominente Glücksfee wirkte, aufnahm. Wie viele andere Persönlichkeiten sagte die Ex-Profi-Sportlerin zu, sich am guten Werk zu beteiligen. In diesem Jahr wird Behle voraussichtlich nicht in die Gersprenz-Stadt kommen können, dafür aber kündigen die Veranstalter unter anderem Volker Klein (Organisator der großen „Tour der Hoffnung“, die das Vorbild für die kleine in Dieburg ist und die 2009 mehr als eine Million Euro sammelte) und Ex-Weltklasse-Zehnkämpfer Guido Kretschmer an.

Spenden sollen in der Region bleiben

Neben der gemeinsamen sportlichen Betätigung können die Teilnehmer ersatzweise für ein Startgeld einen Betrag zugunsten der krebskranken Kinder entrichten. Das Geld, das auch während der Tour an verschiedenen Stationen gespendet werden kann, wird weitergegeben an die große „Tour der Hoffnung“ mit der Empfehlung, das Geld in der Region zu lassen und an die Darmstädter Kinderklinik weiterzugeben.

Aber auch die fleißigen Sportler dürfen sich am 30. Mai nach der Rückkehr in Dieburg selbst belohnen: Das Teichfest der Sängerlust, das mit Live-Musik und vielen weiteren Attraktionen am Trapezteich im Schlossgarten stattfindet, wartet unter anderem mit vielen Leckereien auf, um die Kohlenhydrat-Speicher wieder aufzufüllen. Die Radler prägen dann auch die Abschlussveranstaltung des bereits am Tag zuvor beginnenden Festes, wenn sich zum Abschlussbild noch einmal Fahrer, Sponsoren und Ehrengäste versammeln und die Spenden übergeben werden.

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