Ein guter Tropfen für ein neues Instrument

+
Weinprinzessin Andrea Stützer (v. l.), Erster Stadtrat Wolfgang Schupp, Weinkönigin Silke Anft, Bürgermeister Dr. Werner Thomas, Pfarrer Alexander Vogl, Stadtverordnetenvorsteher Dr. Harald Schöning und Karlheinz Braun, Vorsitzender des Orgelbau-Förderkreises, stoßen auf den neuen Orgelwein an.

Dieburg (ves) ‐ Dass „in Vino veritas“ - im Wein die Wahrheit liegt, ist nicht erst seit dem römischen Gelehrten Plinius bekannt. Auch im alten Dieburg gab es schon in frühen Zeiten Bewohner, die einen guten Tropfen zu schätzen wussten.

„Aufzeichnungen ist zu entnehmen, dass es seit 1457 den Dieburger Martinswein gab, der aus den Trauben des Wingertsbergs entstand“, erklärte der Vorsitzende des Orgelbau-Förderkreises, Karlheinz Braun. Rund 96.800 Liter lagerten damals in den Kellern der Bevölkerung. „Wenn der Wein damals so gut mundete wie dieser, dann wird er nicht lange gelagert worden sein“, scherzte Pfarrer Alexander Vogl.

Zum Auftakt des Dieburger Maimarktes veranstaltete der Orgelbau-Förderkreis eine Weinpräsentation auf dem Kirchenvorplatz von „St. Peter und Paul“.

Der Förderverein unterstützt durch zahlreiche Aktivitäten die Anschaffung einer neuen Orgel für die Wallfahrtskirche, die durch großzügige Spenden der Bevölkerung bereits in greifbare Nähe gerückt ist.

Gemeinsam mit der Groß-Umstädter Weinkönigin Silke Anft und ihrer Weinprinzessin Andrea Stützer präsentierte Braun einen Rivaner, einen tiefdunkelroten Dornfelder, sowie einen Perlwein mit Namen „Pfiffikus“.

Orgelwein ab sofort im Pfarrbüro

Diese Weine wurden in Zusammenarbeit mit der Odenwälder Winzergenossenschaft erarbeitet und nun unter dem Motto „Genießen und spenden“ angeboten. „Wein und Musik erfreuen das Herz des Menschen“, sagte Pfarrer Alexander Vogl und wies voller Stolz darauf hin, wie viele Bürger sich bereits für die neue Orgel eingesetzt und an den Spendenaktionen beteiligt haben.

„Bis heute sind bereits 100.000 Euro gespendet worden“, sagte Vogl und betonte die Wichtigkeit der Orgel für die Gläubigen. Auch konnte Vogl das „Projekt Orgel“ bereits konkretisieren und berichtete, dass man sich nach der Begutachtung verschiedener Angebote für eines entschieden habe.

Die Anschaffungssumme für die Orgel liegt bei rund 350.000 Euro. „Unter den Spenden für die Orgel wird das soziale Engagement nicht gemindert“, erklärte Vogl eindringlich und verwies auf die Summe, die jeden Monat für soziale Projekte wie Miguel Couto nach Brasilien überwiesen wird.

Der neue Orgelwein ist ab sofort im Pfarrbüro, im Wallfahrtsladen der Gnadenkapelle und bei Veranstaltungen im Pater-Delp-Haus erhältlich.

„Eine weitere Aktion des Fördervereins steht bereits fest“, berichtete Braun. Am 27. August werden sich alle Chöre Dieburgs zu einem großen Open Air Konzert am Außenaltar der Wallfahrtskirche versammeln.

Kommentare