Halbzeit in der gesunden Schule

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Zur Halbzeit stellten die Projektgruppen in der LGS ihre bisherigen Ergebnisse vor.

Dieburg (eha) ‐   Gemeinsam eine gesunde Schule werden – daran arbeiten seit über eineinhalb Jahren Lehrer und Schüler der Landrat-Gruber-Schule in Dieburg, dem Beruflichen Schulzentrum des Landkreises.

Als eine von derzeit 19 Projektschulen nimmt die Landrat-Gruber-Schule an der bundesweiten DAK-Initiative „Gemeinsam gesunde Schule entwickeln“ teil und wird dabei über insgesamt drei Jahre durch die Leuphana Universität Lüneburg betreut. Das Ziel der Initiative ist es, dass sich die Schule zu einer gesundheitsförderlichen Einrichtung entwickelt und damit einen Beitrag zu mehr Schüler- und Lehrergesundheit leistet.

Zur Halbzeit des Projekts fand in der Schule eine Veranstaltung statt, bei der die insgesamt zehn Projektgruppen sich und die Fortschritte ihrer Arbeit, aber auch die Schwierigkeiten vorstellten. Die einzelnen Gruppen berichteten, welche Ziele sie verfolgten, welche Lösungsideen sie sich überlegt hatten und welche Hindernisse es bei der Umsetzung zu überwinden galt.

So konnte die AG Lärm vermelden, dass ihre Aktivitäten zur Lärmminderung in den Metall- und Holzwerkstätten mit Unterstützung des Landkreises erfolgreich waren.

Die AG Aufbau einer Feedback-Kultur steht nach intensiven Diskussionen und Erarbeitungen vor der Übertragung ihrer Ergebnisse in das Kollegium der LGS.

Die AG Belastungen am Arbeitsplatz wird erstaunlicherweise nicht so angenommen, wie dies aufgrund der Brisanz des Themas zunächst zu vermuten war.

Die AG Gesunde Ernährung hingegen vermeldet gute Erfolge, nicht zuletzt durch die Übernahme eines schülerbetriebenen Kiosks im Gebäude des Beruflichen Gymnasiums.

Die AG Fit durch Sport und Bewegung hat kürzlich einen alternativen Sporttag mit über 20 Angeboten in Zusammenarbeit mit Vereinen, Institutionen und Firmen organisiert, bei denen gesundheitsfördernde Aktivitäten im Vordergrund standen.

Weitere AGs arbeiten an zentralen Themen wie dem Verhältnis Schüler-Lehrer, der Weiterentwicklung des Konfliktmanagements und dem Abbau von Prüfungsangst.

Schulleiter Dieter Staudt stellt heraus: „Ohne das große Engagement der Kollegen und Schüler wären diese Entwicklungen nicht möglich gewesen. Die professionelle Begleitung durch die Universität Lüneburg hilft, die Erfahrungen zu reflektieren und aus Schwierigkeiten zu lernen. Ich bin schon gespannt auf das, was die Projektgruppen im weiteren Verlauf an Verbesserungsideen erarbeiten werden und wie wir die Ergebnisse auf unserem Weg zu einer guten gesunde Schule nutzen können.“

Projekt setze wichtige Impulse

Der Projektleiter der LGS, Studiendirektor Hubert Kneipp, gießt hingegen etwas Wasser in den Wein. „Es hat sich gezeigt, dass ein solches Großprojekt, das mit den zehn Arbeitsgruppen immerhin rund 40 Kolleginnen und Kollegen einbindet und über drei Jahre geht, Höhen und Tiefen erlebt.“ Anfängliche Euphorie weiche vor dem Hintergrund täglicher „normaler“ Anforderungen schnell der Ernüchterung, zumal, wenn Erfolge sich nicht sofort einstellten, sondern erst langfristig wirkten.“ Gleichwohl habe das Gesamtprojekt wichtige Impulse und Diskussionen ermöglicht, die in den kommenden Monaten noch weiterverfolgt werden.

Projektmitarbeiterin Elena Burrows von der Leuphana Universität Lüneburg gibt einen Ausblick auf die verbleibende Projektlaufzeit: „Unsere Zusammenarbeit mit der Schule läuft noch bis Ende 2010. Wir wünschen uns natürlich, dass die Schule auch nach dem Ende der Projektlaufzeit anstehende Themen selbstständig bearbeitet und die eigene Schulentwicklung bewusst gestaltet.“

Die DAK begrüßt die Halbzeit-Bilanz. „Es ist beeindruckend, mit welchem Engagement Lehrer und Schüler am Thema Gesundheit arbeiten“ erklärt Wolfgang Philipp, DAK-Chef in Darmstadt.

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