TV: Hallensituation weiterhin „nicht zufriedenstellend“

Dieburg (jd) ‐   Die Führungsmannschaft von Dieburgs größtem Verein bleibt unverändert: In ihrer Jahreshauptversammlung bestätigten die etwa 50 anwesenden Mitglieder des rund 2 500 Personen zählenden Turnvereins ihren Vorstand.

Ulrich Bausch bleibt weiterhin Präsident, Karin Ruf seine Stellvertreterin. Schatzmeister ist Helmut Jonas, Vorstandsmitglied Sport Anne Dreieicher. Als Vorstandsmitglied um Organisation und Geschäftsführung kümmert sich weiterhin Marita Bahmer. Dem Finanzausschuss steht derweil Evelyn Pfeiffer vor. Um Bauangelegenheiten kümmert sich federführend Dieter Hamm, um Ehrenangelegenheiten Helmut Croissant. Anne Dietzel koordiniert die Festangelegenheiten, Ulf Doerken, Willi Schmitt und Stefanie Wenzel prüfen die Kasse.

Mehr Raum als die routiniert durchgeführten Wahlen nahm derweil der Bericht von Präsident Ulrich Bausch ein. Kein Wunder, gab es doch viel – und darunter etliches Positives – aus dem vergangenen Jahr beim TV Dieburg Revue passieren zu lassen. Von einem „insgesamt sehr erfolgreichen Jahr“ sprach Bausch zum Auftakt seiner Rede. Aus sportlicher Sicht hob er den Aufstieg der Faustballer heraus, die in der kommenden Hallenrunde in der Zweiten Bundesliga antreten werden. Auch über den Aufstieg der Badminton Spielgemeinschaft TV Dieburg/TV Groß-Zimmern, die es in die Hessenliga geschafft haben, freute sich Bausch.

Finanzielle Lage hat sich „stabilisiert“

Ebenfalls zurück blickte der Vorsitzende auf die Veranstaltungen des vergangenen Geschäftsjahres, nannte neben Sportler- und Jugendehrung in diesem Zug die HR4-Party im Rahmen des Maimarkts, die Deutsche Juniorinnenmeisterschaft im Volleyball, den Stadtlauf, den Otzberglauf sowie den Hobby- und Kreativmarkt. Für dieses Jahr plant der Turnverein unter anderem einen „Sportpark“ im Rahmen des Schlossgartenfestes Ende Juli.

In finanzieller Hinsicht stelle sich der TV auf Zuschusskürzungen der Stadt Dieburg ein, sagte Bausch. Dennoch werde der Verein in den kommenden Jahren finanziell handlungsfähig sein. „Die Lage hat sich durch die zurückliegende Beitragsanpassung und durch den verantwortungsbewussten Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln auf etwa gleichem Niveau stabilisiert“, so Bausch. Problematischer sei da schon die Sporthallen-Situation in der Stadt: „Insgesamt ist die Hallensituation in Dieburg weiterhin nicht zufriedenstellend, der Verein kann seinen Mitgliedern keine zusätzlichen Hallenzeiten anbieten oder kaum noch neue Angebote entwickeln“, sagte Bausch hierzu. Die auf der Leer entstehende neue Zweifeld-Halle vergaß er nicht zu erwähnen, wies aber darauf hin, dass diese vor allem als Ballsporthalle genutzt werden soll. Wegen Änderungswünschen könne der Verein zwar noch beim Landkreis vorstellig werden. Die Aussicht auf Änderung der Pläne bezeichnete Bausch aber als „sehr gering“.

Sportliches Engagement an Grundschulen wird verstärkt

Schlecht zu sprechen war der Vorsitzende auch auf die Bildungspolitik mit dem Projekt Ganztagsschule: Dies werde die Situation der Vereine weiter verschärfen. „Um diesem Trend entgegen zu wirken, hat der Vorstand beschlossen, sein Engagement an den Dieburger Grundschulen durch qualifizierte Sportangebote zu verstärken“, verdeutlichte Bausch wieder einmal, dass der Turnverein nicht nur kritisiert, sondern auch aktiv gegensteuert. Nicht möglich sei es dagegen, die eigene TV-Halle zu überbauen, um weiteren Raum für Sportangebote zu schaffen – das lasse der Bau architektonisch nicht zu.

Nicht zu früh verwerfen solle man die Idee des Baus einer neuen Halle auf dem Nachbargrundstück, zusammen mit der DJK, meinte Bausch. Dies könne unter Umständen funktionieren, wenn man diese gemeinsam auch mit weiteren Vereinen betreibe. Immerhin liefen die „Gespräche über die weitere Vorgehensweise zur Realisierung eines neuen Sportplatzes mit Sporthallen sowohl auf der politischen als auch auf der sportpolitischen Ebene“, nannte Bausch eine vorsichtig als positiv zu nennende Entwicklung in Dieburg.

Kommentare