In der Aubergenviller Allee

Linie Münster-Dieburg: Haltestelle wechselt den Standort

+
Ursprünglich sollten die Haltestellen in Höhe der Hausnummern 19 und gegenüber 22a und 22b platziert werden. Bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Frank Haus wurde der Standort beim Parkplatz der Kita als besser befunden.

Dieburg - Kommt da ein Baum hin? Das hat sich eine Anwohnerin der Aubergenviller Allee mit Blick auf ein mit kräftiger Farbe ins Gras gesprühte X gefragt. Nein, ein Baum wird´s nicht. Eher der Standort für ein Haltestellenschild der neuen Buslinie Münster-Dieburg. Von Stefan Scharkopf 

Jedenfalls war es so vorgesehen. Es soll aber anders kommen. Die Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation (Dadina) hatte das Linienbündel Groß-Umstadt neu vergeben. Der Zuschlag für das wirtschaftlichste Angebot ging an die Firma Jungermann aus Klein-Umstadt. Im Zuge dessen gab die Dadina im November 2017 bekannt, dass eine Linie zwischen Dieburg und Münster neu eingeführt wird. Damit soll dem seit Jahren bestehenden Wunsch der Stadt nach einer besseren Anbindung des Dieburger Westens an den ÖPNV Rechnung getragen werden. Die Ortsverbindungslinie MD (Münster – Dieburg) verknüpft die Wohn-, Schul- und Versorgungsstandorte von Münster mit dem Gewerbegebiet Nord, dem Bahnhof Dieburg sowie den Wohngebieten im Westen, und zwar ab dem 9. April. Die Busse fahren folglich durch die Aubergenviller Allee. Die Andienung der Straße macht es nötig, eine Haltestelle einzurichten. Bei einer früheren Busfahrt von Vertretern der Dadina und dem damaligen Bürgermeister Dr. Werner Thomas in dem Areal wurde offenbar anvisiert, den Standort dafür in Höhe der Hausnummern 19 und gegenüber 22a und 22b zu legen.

Die Bewohner dieser Häuser und ihre näheren Nachbarn beklagten sich nun bei der Stadt darüber, nicht informiert worden zu sein – und sie wollten eine Verlegung. Alexander Krahmer, selber Anlieger in dem betroffenen Areal, hatte daraufhin Bürgermeister Frank Haus angerufen. Neben der aus Sicht Krahmers mangelnden Kommunikation seitens der Stadt war es vor allem das Argument, dass in den genannten Häusern 50 Meter links und rechts der Straße 31 Menschen leben, es also das am dichtesten bewohnte Gebiet in der Allee sei, was Krahmer zum Telefon greifen ließ. Nahezu alle hätten ihr Schlafzimmer zur Straße hin. Wegen der starken Frequentierung der Straße sei der Geräuschpegel von 5.30 bis 22 Uhr hoch, in Stoßzeiten sehr hoch, An- und abfahrende Busse täten ihr Übriges, nicht zu vergessen die Geräuschkulisse durch die Fahrgäste.

Bei einem Ortstermin am Donnerstagmittag mit Bürgermeister Frank Haus schlug eine Reihe von Anwohnern vor, die Haltestelle auf die Höhe des Parkplatzes der Kita am Ruhbäumchen –und gegenüber – zu verlegen. Hier werde kaum jemand gestört, weder stadteinwärts noch stadtauswärts. Das Argument, dass die Anwohner aus der Waldstraße zu weit zur Haltestelle laufen müssten, ziehe nicht, da man über den Holunderweg über einen kleinen Fußweg genauso lange benötige wie von der Waldstraße über den kleinen Kreisel hin zu den jetzt geplanten Stopps. Eine Station weiter oben an der Allee hätte Vorteile für Eltern, die heute mit ihren Kindern in die Muggelburg, bzw. zum Ruhbäumchen von der Haltestelle am sogenannten Gottwaldkreisel aus laufen.

Nach ein paar Schritten zum Parkplatz am Ruhbäumchen stand für Bürgermeister Haus fest: Hier ist der deutlich bessere Standort für eine Haltestelle. Die Anwohner gegenüber sollen informiert werden. Die Bus-Stopps werden im Übrigen nur durch Schilder gekennzeichnet. Es ist nicht daran gedacht, Unterstände oder gar Häuschen zu bauen.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.