Mitgliederschwund  / Raumausstatter relativ zufrieden

Handwerkerschaften fusionieren künftig

40-jähriges Meisterjubiläum: Raumausstattermeister Adam Hamann (rechts) aus Semd nahm seine Ehrenurkunde durch Obermeister Heinz Müller in Empfang.

Dieburg - (ves)  „Was mit der Immobilienkrise in Amerika begann, hat sich zu einer globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ausgebreitet.

Tagtäglich müssen alteingesessene Groß-Betriebe Insolvenz anmelden, Personal entlassen oder Kurzarbeit beantragen.“ Diese düstere Szenerie beschwor Heinz Müller, Obermeister der Raumausstatter-Innung Dieburg, anlässlich der Jahreshauptversammlung. Müller sieht in den Konjunkturprogrammen, die seitens der Regierung auf den Weg gebracht wurden, die einzige Möglichkeit, die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Speziell das Konjunkturpaket II, das für Instandhaltung und Neubauten, Schulen, Universitäten und andere kommunale Einrichtungen geplant ist, ist für das Raumausstatter Handwerk interessant.

So gibt der Landkreis Darmstadt-Dieburg bis Ende des übernächsten Jahres für Schulneubauten und –sanierungen rund 52 Millionen Euro aus. Daher wurde von der Innung direkt der Vorstoß unternommen und die Anschriften der Betriebe an den Eigenbetrieb des Da-Di-Werkes sowie die Kommunen weitergeleitet, damit diese auf die örtlichen Handwerker zurückgreifen können, wenn es um freihändige Vergabe und die beschränkte Ausschreibung geht.

Generell bezeichnen laut der jüngsten Konjunkturumfrage rund 31 Prozent der Raumausstatterbetriebe ihre Lage als gut und immerhin rund 50 Prozent als befriedigend. Zudem wurde deutlich, dass der generelle Trend bei der Kundschaft weg von den Nischenangeboten und hin zu den traditionellen Arbeitsgebieten geht.

Die Innung hatte zum Jahresende 18 Mitgliedsbetriebe. Allerdings ist damit zu rechnen, dass weitere Mitglieder aus Altersgründen ausscheiden werden. Durch das Ausscheiden von Geschäftsführer Wolfgang Gilch aus der Kreishandwerkerschaft und allen angeschlossenen Innungen wird es am Jahresende zu einer Fusion mit der Kreishandwerkerschaft Darmstadt kommen. Deren Vertreter Wolfgang Wegstein und Dr. Harald Schlapp waren für ein erstes Kennenlernen anwesend.

Kommentare