Heimatverein zu „Dieburg in Blau“ (Säfter-Hof)

Handwerkskunst aus alten Zeiten

dieburg - Gut, dass es noch Menschen gibt, die über Fertigkeiten verfügen, die ansonsten schon längst Maschinen übernommen haben. Zu „Dieburg in Blau“ am Samstag, 9. Juni, präsentiert der Heimatverein historische Handwerkskunst vom Mittelalter bis zur Neuzeit.

Einen alten Webstuhl präsentiert Manfred Hahnemann von der Heydenmühle in Lengfeld. Man kann auch dabei zusehen, wie vor Ort ekorative Webartikel entstehen. Es werden auch verschiedene Produkte zum Kauf angeboten.

Das Spinnen im Mittelalter war meistens den Frauen und Mädchen überlassen. Das Handwerk übten sie gemeinsam in Spinnstuben aus. Heute ist es ein Hobby, das an die märchenhafte Zauberwelt des Rumpelstilzchen erinnert. Astrid Kreuz zeigt das alte Handwerk an einem modernen Spinnrad.

Ellen Terjung ist Spezialistin in der künstlerischen Gestaltung von Quilts und Patchworkarbeiten. Auch sie wird ihre Fertigkeiten zeigen.

Josef Thomas ebenfalls mit von der Partie. Sein erlernter Beruf ist ausgestorben. Maschinen übernehmen heute die Arbeit der einstigen Wagner, die unter anderem eisenbeschlagene Wagenräder für Kutschen und Karren herstellten. Thomas führt an einer Schnitzbank vor, wie früher Radspeichen, Beil- und Axtstiele, Leitern und vieles mehr von Hand hergestellt wurden.

Marie Heisig komplettiert mit der Handwerkskunst der Weißstickerei die Vorstellung alter Berufe. Diese Kunst, die ihre Ursprünge in der hessischen Schwalm hat, war vor allem in den Klöstern des Mittelalters vertreten. Die alte Handwerkskunst kann am Samstag von 16 bis 20 Uhr in der Hofreite der Rheingaustraße 14 („Säfter“, ehemalige Süßmosterei Jakob) bei freiem Eintritt bewundert werden.

Mundart-Sänger

Gegen 17 Uhr werden Fritz Ehmke und Jürgen Poth, die auf ihrer musikalischen Wander-Tournee sind, in der Hofreite erwartet. Die beiden Mundart-Künstler wollen mit Liedern auf ihre Benefiz-CD „Horsch emol, wie schäi“ aufmerksam machen und hoffen, den Spendentopf für den „Verein für krebs- und chronisch kranke Kinder“ in Darmstadt füllen zu können.

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