„Hasenkästen“ für Limbachsruh?

Dieburg (eha) ‐  21 Reihenhäuser auf rund 4 000 Quadratmetern Fläche der lange brach liegenden Grundstücke Aubergenviller Allee/Ecke Kastanienweg will das Immobilienunternehmen „Interhomes“ (Bremen) errichten.

Trotz heftiger Kritik an dieser „Hasenstallbauweise“ von Seiten der Opposition hat das Parlament mit der Mehrheit von CDU und Teilen der FDP dem vorhabensbezogenen Bebauungsplan zugestimmt. Einzige Ergänzung: Auf jedes Grundstück soll auch eine Gartenhütte kommen, da die Häuser keinen Keller haben werden. Andreas Will von den Grünen lehnte die Pläne als „zu eng für diese Stelle“ ab. Es bleibe durch die Dichte der Bebauung kaum noch Platz für Gärten. Und der Rest werde auch noch mit einer Gartenhütte zugepflastert, da der Investor in „billigster Weise ohne Keller“ bauen würde, kritisierte er.

Man habe in der Limbachsruh („Das Gebiet ist inzwischen ziemlich verkorkst“) schon mehr Fehler dieser Art gemacht, nahm Heribert Sürder (UWD) in ähnlicher Weise Stellung. Dies müsse man jetzt aber nicht unbedingt fortsetzen. Auch beim Konvikt habe man schließlich eine „Hasenstallbebauung“ folgerichtig gemeinsam abgelehnt. Um jetzt an der Aubergenviller Allee „menschenwürdiges Wohnen“ zu ermöglichen, sollten die Reihenhauszeilen um ein bis zwei Einheiten reduziert werden, forderte Sürder. Dann habe man zumindest „Hasenkästen de Luxe“. Sein Vorschlag fand allerdings bei der Abstimmung keine Mehrheit.

Wegen der Dichte, ist Ärger vorprogrammiert

Stadtverordnete Mechthild Pfeil (CDU) hatte zugunsten des vorgelegten Konzepts mehrfach das Argument angeführt, dass hier „günstiger Wohnraum für junge Familien“ geschaffen würde - für Leute, die sich beispielsweise kein Haus im künftigen Campus-Baugebiet leisten könnten. Dass man mit dieser Art der Bebauung ein städtebauliches Highlight schaffe, mache sich eh niemand vor, räumte Pfeil ein.

Die SPD fand den sozialen Aspekt zur Förderung junger Familien zwar sehr lobenswert, lehnte aber die Bebauung in der vorliegenden Form ab. Aufgrund der Dichte der Häuser sei Ärger zwischen den künftigen Nachbarn wegen der zu erwartenden Parkplatzprobleme bereits vorprogrammiert.

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