Investition in Infrastruktur

Hassia Dieburg: fit für die Zukunft

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Die Einzäunung des Vereinsgeländes ist eine von mehreren derzeitigen Infrastrukturmaßnahmen des 470 Mitglieder zählenden SC Hassia.

Dieburg - 2013 wurde der SC Hassia 100 Jahre alt, doch schon länger geht ein Ruck durch den Verein am Wolfgangshäuschen. Oftmals legten Vorstand und Mitglieder zunächst im Hintergrund die Basis. Von Jens Dörr

Doch in diesen Wochen - und auch in naher Zukunft - werden mehrere markante Veränderungen im 470 Mitglieder zählenden Verein sichtbar. Im Gespräch mit dieser Zeitung stellten in Detlev Struckmeier (Erster Vorsitzender), Gerald Grohe (Zweiter Vorsitzender) und Hubertus Euler (Vorstand Finanzen & Controlling) drei Hauptverantwortliche des Sportclubs mehrere erledigte und einige anstehende Infrastrukturmaßnahmen vor.

Bereits weithin sichtbar ist die Einzäunung des Geländes in Dieburgs Westen, das Privatgelände des Vereins ist. „Viele glauben jedoch, es handele sich um öffentliches Areal“, sagte Euler, der wie weitere Kümmerer des Sportclubs immer wieder Kinder und Erwachsene darauf hinweisen muss, dass der Kick auf den Rasenplätzen nur Mitgliedern gestattet ist, das Ausführen von Hunden, Drachen steigen lassen und einige weitere fußballfremde Aktivitäten gar nicht. Nicht nur gegen Zwei-, sondern auch gegen Vierbeiner ist die Einzäunung derweil gedacht: Gerade vom Wald und den Feldern im Westen her trotteten gerade in jüngerer Vergangenheit immer wieder Wildschweine an und verwüsteten den Rasen auf der Suche nach Nahrung.

Aktuelles Motto der Hassia: „Geld in Steine statt in Beine“

Dass es mit der Einzäunung so schnell voranging, habe der „enorme Zuspruch bei den Arbeitseinsätzen“ ermöglicht, so Struckmeier. Unter anderem die Dieburger Andreas Nonn und Jochen Meister hätten sich mit ihren Unternehmen hervorgetan. Nicht nur für diese Investition gemäß dem derzeitigen Hassia-Motto „Geld in Steine statt in Beine“ verzeichne man aktuell eine hohe Spendenbereitschaft, merkte Euler derweil an. In diesem Jahr habe der Verein bereits fünfmal so hohe Zuwendungen von Gönnern erhalten wie 2013 - Jubiläumsjahr hin oder her.

Ebenfalls bereits zu sehen und in Nutzung ist der dritte Rasenplatz auf der Westseite des Vereinsheims, an dessen Herstellung auch die Aktiven mitwirkten. Die Verfassung des Untergrunds ist aktuell deutlich besser als jene des nördlich liegenden zweiten Trainingsplatzes - und ähnlich gut wie jene des Hauptfelds. Dass das nun wieder in besserem Zustand als etwa in der Rückrunde der Saison 2013/14 ist, hänge auch mit der neuen Bewässerungsanlage mit Wartungsvertrag zusammen, die man für 4 000 Euro angeschafft habe, so Euler. Zudem wurde der Rasen gedüngt.

Auf dem parallel dazu angelegten dritten Rasenplatz, der die Mindestmaße für Pflichtspiele besitzt und für den Flutlichter gedreht werden, bleibt mittelfristig allerdings ein Kunstrasen das Ziel. Auch ohne jenen sei man nun aber nochmals unabhängiger von eventuellen Bautätigkeiten südlich des Schwimmbads geworden, wo die Stadt peu à peu Grundstücke ankauft und perspektivisch ein neues Sportzentrum bauen will. Der SC Hassia werde entsprechend kein Nutzer des neuen Sportzentrums werden und am Wolfgangshäuschen bleiben, betonten Struckmeier, Grohe und Euler unisono.

„Hätten unseren Standort für Sportzentrum zur Verfügung gestellt“

„Wir hätten unseren Standort fürs Sportzentrum zur Verfügung gestellt, haben der Stadt ein sehr gutes Angebot gemacht und den schnellen und günstigen Baubeginn in Aussicht gestellt“, erinnerte Grohe. „Daraus wurde leider nichts. Nun sehen wir zu, dass wir für unsere Mitglieder das Bestmögliche machen und die vorzeigbare Infrastruktur wiederherstellen, die der SC Hassia schon einmal hatte.“

Dazu zählten in naher Zukunft auch die Sanierung von Sanitäranlagen und später Kabinen in 2015 (hier haben die Alten Herren ihr Mitwirken angekündigt), die Verbesserung des Parkplatzes noch 2014 sowie die Installation einer neuen Gasheizung in Kürze. Für sie hat der SC einen Kredit in Höhe von 50.000 Euro aufgenommen. Die Zinsen könnten allein durch die Energieeinsparungen bezahlt werden, so Euler. Pro Jahr trägt der SC Hassia bislang allein 12.000 Euro an Heizkosten, mit Wasser und Strom summiere sich der Betrag auf 30.000 Euro. Eingeschränkt wird demnächst der Spielbetrieb auf dem DFB-Minispielfeld, das leider immer wieder Opfer von unsachgemäßer Nutzung wird.

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