25-Jahr-Jubiläum, Tierschutzpreis und „Initiative des Monats“

Hattrick für die Tierfreunde

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Der Vorstand der erfolgreichen Tierfreunde Dieburg im November bei der Verabschiedung von Manfred Kaufmann als 2. Vorsitzenden (von links): Herbert Dobner, Gabriele Dobner (1. Vorsitzende), Margit Serba, Helmut Klein, Lore und Manfred Kaufmann, Michael Kunz, Ilona Beck, Kai-Uwe Wagner, Martha Musak-Twirdy und Karin Wagner.

Dieburg - Ein besonderes Weihnachtsgeschenk haben die Dieburger Tierfreunde erhalten. Sie wurden von der hessischen Landesregierung zur „Initiative des Monats Dezember 2017“ ausgezeichnet. Und auch sonst blickt das Team stolz auf ein ganz besonderes Jahr zurück.  

Bei den Tierfreunden Dieburg läuft es rund. Für ihr Engagement wurde das Team um Vereinsvorsitzende Gabriele Dobner von der Hessischen Staatskanzlei als „Initiative des Monats Dezember 2017“ ausgezeichnet. „Ihr leidenschaftliches Engagement ist ansteckend: Immer mehr Bürger schließen sich Ihrem Einsatz für die Tiere an. Sie inspirieren andere dazu, selbst aktiv zu werden und zeigen durch die gemeinschaftliche Arbeit von Menschen mit und ohne Behinderung, dass jeder helfen kann. Sie führen Menschen zusammen, um Tieren zu helfen. Ich danke Ihnen für diesen doppelten Dienst, den Sie für unsere Gesellschaft leisten“, sagte der Regierungssprecher der Hessischen Landesregierung, Staatssekretär Michael Bußer. Die Freude darüber ist riesengroß bei den Tierliebhabern: „Ein wunderbares Weihnachtsgeschenk,“ fasste Gabriele Dobner die Gefühlslage bei den Aktiven zusammen. „Unsere Arbeit zeichnet sich durch Nachhaltigkeit aus. Wir sind kein Strohfeuer, sondern arbeiten konsequent, zielstrebig und systematisch für das Wohl von bedürftigen Tieren. Und wir gehen dabei auch auf die manchmal komplexen persönlichen Situationen von Tierbesitzern ein.“

Neben der besonderen Auszeichnung kann sich der Verein über einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro freuen. „Der Regierungssprecher ruft Vereine, Initiativen oder Gruppierungen auf, sich für eine Auszeichnung als Initiative des Monats zu bewerben, damit das vielfältige Leistungsspektrum des ehrenamtlichen Engagements in Hessen in seiner Bandbreite aufgezeigt und zur Geltung gebracht werden kann“, erklärte Dobner.

„Ihr“ Verein setzt sich seit 1992 für das Wohl von großen und kleinen Tieren ein. Bisher haben sich die ehrenamtlichen Mitglieder im Raum Dieburg um viele tausend Kleintiere, Katzen, Hunde und Pferde gekümmert, ihnen ärztliche Hilfe verschafft und sie in ein neues Zuhause vermittelt. Eine Besonderheit ist die Einbeziehung von Menschen mit Behinderung in Projekte. „Die gemeinsame Arbeit von Menschen mit und ohne Handicap zum Wohl der Tiere ist eine Bereicherung für alle Beteiligten. In fest etablierten Kooperationen finden zudem Infoveranstaltungen zum Umgang mit verschiedenen Tierarten statt“, erklärte die Vorsitzende Gabriele Dobner.

Die Streichelhundestaffel der Tierfreunde arbeitet auch mit den Dieburger Werkstätten für Behinderte zusammen.

Um dem wachsenden Elend streunender Katzen entgegenzuwirken, hat der Verein Futterstellen eingerichtet, an denen die Tiere auf Krankheiten kontrolliert und zur Kastration eingefangen werden. Damit soll verhindert werden, dass noch mehr von ihnen ein Dasein als Streuner fristen müssen. Für sein Engagement und die wertvolle Arbeit wurde der Verein bereits im September mit dem Hessischen Tierschutzpreis 2017 ausgezeichnet (wir berichteten). Neben den beiden Ehrungen des Landes Hessen fehlt noch die dritte Besonderheit, um den Hattrick für das Jahr 2017 zu komplettieren. Denn auch neben den Auszeichnungen haben die Tierfreunde etwas geschafft, das längst nicht alltäglich ist: In diesem Jahr feierten sie das 25-Jahr-Jubiläum des Vereins.

Wie Dobner mitteilte, entwickeln sich die Tierfreunde stetig weiter und freuen sich über 238 Mitglieder. Und fast jedes davon habe schon Aufgaben im und für den Verein übernommen. „Von A bis Z: Arbeitseinsatz bis Zeckenbehandlung, es gibt immer viel zu tun. Man bedenke: eine Futterstelle für vom Verein kastrierten und herrenlosen Katzen wird jeden Tag bei Wind und Wetter am Nachmittag von einem Ehrenamtlichen angefahren. Es wird auf Neuzugänge geprüft, der Bestand auf Krankheiten betrachtet und dann gefüttert. Das ist ein Kraftakt sondergleichen, der über Jahre läuft“, so Dobner. Im Tierschutzdepot in Gundernhausen lagern manchmal Paletten von Dosen. „Das ist auch nötig,“ weiß Helmut Klein als Vize-Vorsitzender. „Besonders im Winter haben unsere Schützlinge Hunger.“ -  kl

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