„Dieburger Wert“ kurbelt lokale Wirtschaft an / Gewerbeverein freut sich über die rege Nachfrage

Heimische Währung steigt und steigt

„Dieburger Wert“: Fritz Hermes (links) und Thomas Daum mit einigen der Gutscheine. Foto: Dörr

Dieburg - (jd)  „Der ,Dieburger Wert’ wird top angenommen“, sagt Fritz Hermes zufrieden. Rund ein Jahr nach Start der Aktion zieht der Inhaber des „Silberhaus“ am Fastnachtsbrunnen und Vorsitzender des Gewerbevereins gemeinsam mit Vereins-Rechner Thomas Daum eine durchweg positive Bilanz.

„Täglich werden in unseren Mitgliedsunternehmen Gutscheine ausgegeben und eingelöst“, freut sich Daum. Die Bekanntmachung des „Dieburger Wert“ über die Presse, das eigene Magazin „Dieburg erleben“ sowie über die Website des Gewerbevereins funktioniere gut, die Gutscheine sprächen sich immer mehr herum.

Das Prinzip ist einfach: Den „Dieburger Wert“ kann man an vier Verkaufsstellen – dem „Silberhaus“, der Volksbank, der Sparkasse und der Tankstelle Kistner – erwerben und in allen 170 Mitgliedsunternehmen des Gewerbevereins einlösen. „Man ist also nicht auf ein Geschäft fixiert, wenn man den ,Dieburger Wert’ geschenkt bekommt“, sagt Daum. „Das ist wohl entscheidend für seinen Erfolg.“

Die Gutscheine kann man in Beträge zu fünf, zehn, 20 und 50 Euro stückeln – oder für größere Anschaffungen sammeln. „Denn man kann sie nicht nur in den Einzelhandelgeschäften in der Innenstadt einlösen“, betonen Hermes und Daum unisono. Auch zahlreiche Gewerbetreibende aus dem Industriegebiete Dieburg-Nord gehören dem Gewerbeverein an und machen bei der Aktion mit. Auch ins Autohaus könne man mit dem „Dieburger Wert“ gehen. Überhaupt sei vom Schmuckgeschäft bis hin zum Gasthaus alles dabei.

Bis Ende Februar – also in den ersten zehn Monaten nach Start im April 2008 – waren bereits 3300 Gutscheine ausgegeben. Inzwischen dürfte die Zahl hart auf die 4000 zugehen. Den Gesamtwert der ausgegebenen Scheine, die durchnummeriert und fälschungssicher sind, möchten Hermes und Daum derweil nicht an die große Glocke hängen.

Klar ist für Daum aber eins: „Ich bin mir sicher, dass in der Regel mehr umgesetzt wird, als die Gutscheine wert sind.“ So hätten diese eine den Verkauf fördernde Wirkung. Vor allem würden neue Einkäufer aus der Region zum Einkaufen nach Dieburg gelockt, da viele den „Dieburger Wert“ auch an Freunde und Bekannte von außerhalb verschenken würden. „Das ist auch der Hauptsinn der Sache“, erklärt Daum. Der Kreis solle sich wieder in Dieburg schließen. Nur die Knöllchen für falsches Parken könne man bei der Stadt damit nicht bezahlen, scherzt Hermes indes.

Nichtsdestotrotz werde die Sache auf jeden Fall weitergeführt, verspricht Daum: „Das Goldene Kalb schlachten wir nicht.“ Wobei der Gewerbeverein am „Dieburger Wert“ nichts verdient, sondern ausschließlich die frequentierten Geschäfte, wie Hermes und Daum hervorheben.

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