GHS-Förderverein wird 30 Jahre alt

Da helfen, wo es klemmt

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Für die Mobilität der Schüler sorgen ein Bus und ein siebensitziger Pkw. Möglich wurden beide Anschaffungen mit Hilfe des Fördervereins. Schulleiterin Helma Hirth, die Vorsitzende des Fördervereins Iris Kreh, Vorstandsmitglied Jacqueline Gärtner und Lehrer Eric Simmer zeigten die Autos zusammen mit Schülern, um auf das 30-jährige Bestehen des Fördervereins hinzuweisen.

Dieburg - Zusätzliche Angebote, Lern- und Arbeitsmittel, therapeutisches Material, Medien und außergewöhnliche Anschaffungen – dies alles finanziert der Förderverein der Gustav-Heinemann-Schule in Dieburg. Jetzt wird 30-jähriges Bestehen gefeiert.

1986 war das Geburtsjahr für den Unterstützerverein der Gustav-Heinemann-Schule (GHS). In einer Schulelternversammlung wurde die Elternspende aufgelöst und das vorhandene Vermögen als Startkapital für die neu zu gründende Institution verwendet. Der „Verein zur schulischen Förderung Behinderter an der Gustav-Heinemann-Schule Dieburg“ wurde am 20. Oktober 1986 von 20 Eltern und Lehrern gegründet.

Seit 1986 engagieren sich Eltern, Lehrer, Freunde und Unterstützer sowohl aktiv, als auch finanziell immer wieder, um die individuelle Förderung der Schüler zu ermöglichen. Die GHS ist eine Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (SgE) und einer Abteilung körperlich-motorische Entwicklung.

Der Förderverein wird durch Spenden und Mitgliedsbeiträge getragen. Seine Aufgabe ist es, das zu finanzieren, was über die Ausstattung der Schule aus öffentlichen Mitteln hinausgeht; seien es zusätzliche Lern- und Arbeitsmittel, therapeutisches Material, Medien und außergewöhnlichen Anschaffungen. Dank der Spender war es in der Vergangenheit möglich, viele Vorhaben erfolgreich umzusetzen.

So wird seit 1998 ein Schulbus unterhalten, was die Integration der behinderten Kinder in die Gesellschaft erleichtert. Für die Schüler ist es wichtig, konkrete Lernorte aufzusuchen, um in der direkten Begegnung Lernerfolge zu erzielen. Gerade für diese Aufgabe ist es äußerst wichtig, mit den Kindern mobil zu sein. Klassenfahrten und -ausflüge, Projekte wie etwa Reiten und Schwimmen machen dieses erforderlich. Da öffentliche Verkehrsmittel auch in der heutigen Zeit noch schwer von Behinderten zu nutzen sind, hat sich in den vergangenen Jahren ein eigener Schulbus sehr bewährt. Durch initiierte Spendenaktionen und Mitgliedsbeiträge konnte die Unterhaltung eines Schulbusses seit 1998 sichergestellt werden.

Wegen steigender Schülerzahlen musste das Schulgebäude 2004 erweitert werden. Dadurch ging ein großer Teil des bisherigen Schulhofes verloren und das gesamte Außengelände musste neu gestaltet werden. Durch einen Spendenaufruf des Fördervereins und Eigeninitiative konnten die Finanzierung sichergestellt und die Neugestaltung umgesetzt werden. Dazu gehörten unter anderem ein Seilzirkus mit verschiedenen Kletternetzen, eine Hängematte, ein Klettergerüst mit breiter Rutsche und Kletterwand, ein großer Tisch mit Bänken, ein Pflasterweg mit Barfußpfad, und vieles mehr.

Ein weiterer Punkt ist das Therapeutische Reiten, das Kinder und Jugendliche mit Hilfe eines Pferdes in ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördert, im sozialen, emotionalen und motorischen Bereich. Die Schüler können in der natürlichen Umgebung des Pferdes und bei dessen Pflege sinnliche Erfahrungen sammeln. Dieses Angebot war dem Einsatz einer Lehrerin der GHS zu verdanken, die ihr Fachwissen und ihr ausgebildetes Therapiepferd „Destiny“ dafür zur Verfügung stellt. Vom Förderverein gab es eine kleine monatliche Beteiligung an den Futter- und Unterbringungskosten. Mittlerweile ist „Destiny“ im Ruhestand, die Aufgaben hat es Fjordwallach „Binding“ übernommen.

Geld fließt auch in die Einrichtung des Wahrnehmungsraums, Anschaffung eines großen Trampolins, in den Kauf von Rollern, Musikinstrumenten, Schwimmhilfen und Diagnostikmaterialien. Da der alte Schulbus in die Jahre gekommen war, wurde ein neues Fahrzeug dringend notwendig. Durch eine Spendenaktion, durchgeführt von einer Marketing Firma, konnte 2013 ein neuer Schulbus angeschafft und dessen behindertengerechter Umbau finanziert werden. Da die Sitzplätze im Schulbus oftmals nicht ausreichend waren, hat der Förderverein sich deshalb entschieden, 2013 ein zusätzliches Fahrzeug anzuschaffen.

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