Pilzexperte Christof Jaedicke klärt im NABU-Garten auf

Einer bringt den Tod

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Frühherbst-Idylle im NABU-Garten: Während die Kinder über dem Lagerfeuer Stockbrot brieten, stand der Pilzexperte Christof Jaedicke (links) den Interessierten Rede und Antwort.

Dieburg - „Es geht in erster Linie darum, die giftigen Pilze zu erkennen. “ Pilzexperte Christof Jaedicke betonte beim Herbstfest des NABU Dieburg, wie wichtig es ist, beim Sammeln genau hinzuschauen. Von Fabian Sell 

Einige Erwachsene und Kinder hatten sich am Samstag eingefunden, um bei Kaffee und Kuchen, Stockbrot am Lagerfeuer und Kürbissuppe das Fest bei herrlichstem Frühherbstwetter im NABU-Garten zu genießen.

Das Interesse am Vortrag des Pilzexperten Christof Jaedicke war dabei groß. Die Gäste hörten nicht nur aufmerksam zu, sondern stellten mit Blick auf das Erkennen und Unterscheiden der Pilze zahlreiche Detailfragen. „Was man auf jeden Fall kennen sollte, ist der Knollenblätterpilz“, unterstrich Jaedicke. Dabei dürfe man sich auch nicht täuschen lassen. Denn manchmal fressen Schnecken den Pilz an. Manch Sammler würden daher davon ausgehen, dass man den Pilz essen könne. „Aber das ist absolut tödlich.“

Unterschiede im Selbsttest entdecken

Worin der Unterschied zwischen dem Steinpilz und einem Gallenröhrling besteht, konnten die Teilnehmer bei einem Selbsttest lernen: Wer den Gallenröhrling kurz kaute und dann ausspuckte, bemerkte den bitteren Geschmack des Pilzes. Denn im Gegensatz zum essbaren Steinpilz ist der Gallenröhrling ungenießbar. „Wenn Sie den Gallenröhrling mit ins Essen geben, ist das ganze Essen im Eimer“, betonte der Pilzexperte. Der Steinpilz sowie der Gallenröhrling sehen sich ähnlich, doch es gibt Unterschiede: „Beim Gallenröhrling sind die Röhren leicht rosa, beim Steinpilz sind sie weiß oder leicht gelblich“, so Jaedicke.

Nach dem Vortrag hatten die Gäste die Möglichkeit, einen Salat zu probieren – bestehend aus dem schwammartig aussehenden Pilz Krause Glucke.

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