Lebenshilfe feierte im neuen Domizil in der Aschaffenburger Straße ein Sommerfest

Die Herzlichkeit ist das Honorar

Die Musikgruppen des Vereins Lebenshilfe gaben beim Sommerfest das Musikstück „Don´t worry, be happy“ zum Besten.

Dieburg - (ula) Tanzende Köche und fliegende Törtchen: Bei dieser Party der Lebenshilfe Dieburg wurde dem Publikum so einiges geboten. Erstmals feierte der Verein für Menschen mit Behinderung im neuen Domizil in der Aschaffenburger Straße ein Sommerfest.

Ein buntes Musik- und Tanzprogramm, viel für das leibliche Wohl und Mitmachaktionen im Hof der Einrichtung sorgten für Kurzweil unter den Gästen. Auch ein hereinbrechendes Gewitter trübte die Stimmung nicht. Da hieß es zusammenrücken im mehrstöckigen Gebäude, das der Verein im Juli 2008 bezogen hat.

„Wir haben hier viel mehr Platz, etwa 340 Quadratmeter“, sagte Christine Ortwein-Kartmann, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Dieburg. „Früher musste ein Beratungsgespräch schon mal in der Küche stattfinden“, erinnerte sie sich.

Nun konnte das Angebotsspektrum erweitert werden. 215 „Kunden“ nehmen die Dienste des Fachdienstes in Anspruch, dessen Ziel es ist, Menschen mit Behinderung und deren Angehörige so zu unterstützen, dass ein „normales“ Leben möglich ist. „Ein wachsendes Aufgabenfeld ist die schulische Integrationshilfe“, erklärte Christine Ortwein-Kartmann. „Wir begleiten im Landkreis 46 Kinder und unterstützen sie im Unterricht.“

Auf diese Weise wird jungen Menschen mit seelischer, körperlicher oder geistiger Behinderung eine wohnortnahe Schullaufbahn in einer Regelschule ermöglicht. Auch das Angebot für Freizeitgruppen, die wöchentliche Kreativangebote wie Tanzen, Musizieren, Kochen und mehr wahrnehmen, wurde erweitert. Yoga und verschiedene Workshops sind neu dabei.

Im Wachsen ist ein Projekt, welches vor drei Jahren aus der Taufe gehoben wurde: behinderten Menschen ein eigenständiges Wohnen zu ermöglichen. Unter dem Stichwort „Wohnen mit ambulanter Unterstützung“ wird der große Schritt in die Selbstständigkeit unterstützt. Das breite Angebotsspektrum des Vereins reicht vom Beratungsgespräch über viele Freizeitaktivitäten bis hin zur konkreten Hilfe, ein „normales“ Leben in Schule und Wohnung zu meistern.

Die vielen Aufgabenbereiche verteilen sich auf viele Schultern und wären ohne ehrenamtliche Hilfe kaum zu bewerkstelligen.

“Wir haben 125 Leute an unterschiedlichsten Stellen im Einsatz“, erklärte die Geschäftsführerin, davon sind elf Mitarbeiter voll beschäftigt. Fünfzehn Mitarbeiter arbeiten rein ehrenamtlich.

Das Honorar ist die Herzlichkeit und gute Laune, die behinderte Menschen so reichlich und unverklärt ausschütten.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare