Hessen mit Herz für die Wiesn

Ozapt is: Die Maß schmeckt auch im hessischen Dieburg - vor allem wenn mann so netter Gesellschaft anstoßen kann.

Dieburg - . Ein Oktoberfest der Superlative feierten die Dieburger am Samstagabend - fast 700 Besucher zeigten im proppenvollen Feuerwehrhaus am Altstädter See eindrucksvoll, dass auch im Hessenland die bayrische Festkultur bestens ankommt. Von Matthias Grimmm

Voll gezapfte Maßkrüge, Brezen und auf den Bänken tanzende Festbesucher - Wiesn-Herz was willst du mehr?.

Ausrichter des Dieburger Oktoberfestes ist der Karnevalverein Dieburg (KVD). Und die Dieburger bewiesen einmal mehr, dass sie nicht nur mit der Narrenkappe auf dem Kopf zu festlicher Hochstimmung auflaufen können. Wer nicht in Lederhosen oder Dirndl erschienen war, musste sich im bunten Reigen der Festbesucher etwas verloren vorgekommen sein. Ob mit oder ohne bajuwarische Kostümierung - allen Gästen gemeinsam war die treffliche Feierlaune.

Viele junge Leute zog das Oktoberfest an. Stimmungsvoll wurde es mit Wunderkerzen. Foto: Grimm

Wie jedes Jahr garantierten die „Wiesenfelder“ für beste musikalische Unterhaltung: Von Rock, Partymusik bis hin modern interpretierter Volksmusik drehte die Kapelle mächtig auf, sodass das Publikum aus dem Schunkeln, Hüpfen und Tanzen gar nicht mehr herauskam. Es war daher nicht ganz einfach, sich nebenbei dem leckeren Bier zu widmen, das von der Darmstädter Grohe-Brauerei ausgeschenkt wurde. Viele Gruppen ließen sich kleine Holzfässer an den Tisch bringen, schlugen mit Holzhämmern die Zapfhähne ein und zapften ihr Bier selbst.

Auffällig viele junge Besucher waren unter den Gästen. Bis ins Detail auf bayrisch „gestylt“ waren auch sie beim kollektiven „Prosit auf die Gemütlichkeit“ mit dabei. Das Oktoberfest bietet offensichtlich ähnlich wie die Fastnacht eine ideale Plattform zum gemeinsamen Feiern über alle Generationsgrenzen hinweg.

„Hochzufrieden“ zeigte sich KVD-Pressesprecher Wolfgang Dörr mit dem Verlauf des Oktoberfestes, das ein „richtiges Highlight“ gewesen sei. Im nächsten Jahr wird die Veranstaltung wohl wieder ins Zeughaus im Industriegebiet zurückkehren. Dörr ist zuversichtlich, dass bis dahin dort die nötigen Brandschutzauflagen erfüllt werden können.

Die Ausrichtung des Festes im Feuerwehrhaus war eine Ausnahme und die Römerhalle sei, so Wolfgang Dörr, als Veranstaltungsort für ein solches rustikales Fest keine Alternative.

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