Die Hiemenze rufen, und alle kommen

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In Dieburg gibt es 60 Mitglieder der Familie Hiemenz. Gemeinsam haben sie jetzt ihren Ausflug im kommenden Jahr nach Holland geplant. Philipp Hiemenz (links) hat Kontakt zu vielen Verwandten in der ganzen Welt.

Dieburg ‐ „Wenn die Hiemenze in Dieburg rufen, kommen sie alle.“ Philipp Hiemenz weiß, wovon er redet: Seinem Aufruf sind die Dieburger Hiemenze brav gefolgt und haben sich im ASV-Ringerheim zur Großbesprechung getroffen. Von Sebastiab Kniza

Dort wurde die vom 12. bis 15. Mai 2011 geplante Reise der gesamtdeutschen Hiemenz Sippe nach Castricum in Holland zu den dortigen Hiemenzen besprochen. Allein in Dieburg gibt es 60 Mitglieder der Familie. Der Ursprung der Familie aber liegt in Nordfrankreich.

Der erste deutsche Vorfahre ist 1657 mit dem Dieburger Bartholomäus Hiemenz belegt. Von Dieburg aus hat sich die Familie weltweit verbreitet. Hiemenze haben sich an den unterschiedlichsten Orten niedergelassen. Neben Deutschland gibt es Verwandte in den USA, in Belgien, in Holland und in Indonesien.

Alle zwei bis drei Jahre treffen sich die Hiemenze weltweit. In Dieburg haben sich die internationalen Hiemenze schon zweimal zusammengefunden.

Volles Programm in Castricum

Neben einem eigenen Familienwappen, das weltweit bekannt ist, besitzt die Familie auch ein eigenes Kirchenfenster in der Stadtpfarrkirche St Peter und Paul in Dieburg, das im Jahr 1992 restauriert wurde.

Die Herausforderung an dem aktuell zu planenden Treffen in Holland ist die Unterbringung der 140 erwarteten Personen aus Deutschland.

Neben dem Aufenthalt in Castricum sind auch Ausflüge mit dem Tragflächenboot nach Amsterdam, eine Fahrt zum Ijsselmeer und eine Ausfahrt mit dem Fahrrad nach Egmont an der Zee geplant. Dafür müssen beispielsweise auch 140 Fahrräder organisiert werden.

Das Treffen mit ihrer holländischen Verwandtschaft ist für die Dieburger und den anderen aus Deutschland eine Premiere. Die holländischen Hiemenze sind der Musik sehr zugetan, betont Philipp Hiemenz. Das hat sich von deren Vorfahren bis heute erhalten. „Und im Gegensatz zu den deutschen Hiemenzen haben die Holländer mehrere Vornamen“, fällt dem Organisator noch ein Unterschied ein.

Alle Fäden laufen bei einem Hiemenzer zusammen

Archive, Standesämter und Kirchenbücher nutzt Philipp Hiemenz als Informationsquellen für seine Familienforschungsarbeit. Wenn es um den Stammbaum der Familie oder die genauen Vornamen von Familienmitgliedern geht, laufen bei ihm alle Fäden zusammen. Er hat weltweit Kontakt mit vielen seiner Verwandten und trägt alle wichtigen Informationen zusammen.

Tochter Karin und Marita Schultes unterstützen ihn bei seinen Recherchen. Die beiden übernehmen die Suche im Internet. Das World Wide Web ist ihnen inzwischen eine große Hilfe. „Es geht einfach schneller und unkomplizierter“, sagt Philipp Hiemenz.

Seine beiden „Online-Assistentinnen“ haben den Kontakt zu den Holländern per E-Mail aufgebaut.

Über die Geschichte und Geschichten der holländischen Verwandten hat Philipp Hiemenz die versammelte Runde aus Dieburg beim Treffen bestens informiert. Nach der umfassenden Vorbereitung steht dem Ausflug im kommenden Jahr nichts mehr im Wege: „Hiemenze, wir kommen!“

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