Künftig soll es breites Lebensmittelsortiment auf Gelände der Gärtnerei Spieß geben

Hier sprießt Edeka-Markt

Auf dem Gelände der Traditionsgärtnerei Spieß an der Groß-Umstädter Straße soll ein großer Edeka-Markt entstehen. - Foto: Hager

dieburg - Auf dem Gelände der Gärtnerei Spieß in der Groß-Umstädter Straße soll ein großer Edeka-Markt entstehen. Die 5 000 Quadratmeter große Fläche ist an den Lebensmittelkonzern verkauft. Die Betreiber der Gärtnerei werden ein neues Blumengeschäft errichten. Von Lisa Hager

„Der Markt hat ein ähnliches Konzept wie der in Münster, den Eric Kampmann betreibt“, erläutert Edeka-Gebietsexpansionsleiter Matthias Lein auf Anfrage unserer Zeitung. Die Pläne sind gemacht, der Ankauf des Geländes unter Dach und Fach. Jetzt muss als nächstes der Bauantrag gestellt werden. „Dazu muss der Bebauungsplan geändert werden, das ist Sache des Parlaments“, sagt Lein. Ein Bebauung diesen Ausmaßes ist nämlich an dieser Stelle nicht vorgesehen.

Etwas kleiner als der bestehende in Münster (1800 Quadratmeter) soll der Markt in der Groß-Umstädter Straße werden. 70 Parkplätze sind vorgesehen. Auf einer Verkaufsfläche von 1150 Quadratemetern soll der künftige Betreiber ein hochwertiges Lebensmittelsortiment anbieten. Es soll neben einer umfangreichen Auswahl an Obst und Gemüse eine Bäckereifachabteilung geben sowie eine Frischfleisch-, Käse- und Fischtheke mit Bedienung. „Wir stellen quasi nur die Hülle zur Verfügung“, erläutert Lein das Konzept. Zwar muss der Betreiber schon ein gewisses Kontingent von Edeka abnehmen, hat aber darüber hinaus Freiheiten, das Sortiment zu erweitern.

Betreiben wird den Markt, der auch in Hinblick auf das Neubaugebiet Campus entsteht, das Ehepaar Kosch. Der eigene Markt in der Henri-Dunant-Straße wird dann aufgegeben, sobald der Umzug in die Groß-Umstädter Straße möglich ist. Ob Christian Kosch, dessen Vater Herbert Kosch den jetzigen Markt schon seit Ende der Siebziger Jahre – erst in der Steinstraße, dann in der Henri-Dunant-Straße – betrieben hat, das neue Geschäft nur als Mieter betreibt oder das Gebäude sogar ankauft, ist noch nicht entschieden. „Wir haben beide Optionen offen“, sagt der erfahrene Kaufmann.

Jetzt heißt es, sich erst mal in Geduld üben: Lein schätzt die Dauer des Bauleitverfahrens auf rund ein Jahr. Anfang des nicht mehr fernen neuen Jahres soll der Bauantrag eingereicht werden. Damit kann die Eröffnung des Marktes auf keinen Fall vor 2014 gefeiert werden, vermutlich wird es 2015 werden.

Dankbar ist Lein, dass die Groß-Umstädter Straße vorher grundhaft erneuert wird. „Der Zeitplan könnte für unser Projekt nicht besser sein“, sagt er.

Und die Traditionsgärtnerei Spieß – sie besteht seit 1928 – wie sieht deren Zukunft aus? Das Gelände gehört Agnes Spieß und Waltraud Hammer, die die Firma zusammen mit Gärtnermeister Jochen Hammer betreiben. Die Inhaberinnen haben vor, rechts des Wohnhauses einen neuen Blumenladen zu bauen und danach den alten abreißen zu lassen. Dann erst werden auch die noch bestehenden Gebäude auf der späteren Edeka-Marktfläche abgerissen. „Wir wollen 2014 unseren neuen Laden eröffnen“, so die Inhaberinnen.

Derzeit leidet die Gärtnerei am Friedhof unter der Sperrung der Groß-Umstädter Straße. „Viele Kunden wissen nicht, dass wir ganz normal geöffnet haben und auch per Auto erreichbar sind“, sagt Waltraud Hammer.

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