Heinemann-Schule weiht neue Räume ein / 172 000 Euro für Umbau und Einrichtung

„Hier weht ein besonderer Geist“

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In einem Lied erzählten die Schüler die Geschichte ihrer neuen Räume.

Dieburg (jd) ‐ Die offiziellen Ansprachen hätten sich Bürgermeister Werner Thomas, Landrat Klaus Peter Schellhaas, Schuldezernent Christel Fleischmann und Schulleiterin Gabriele Kregelius beinahe sparen können – im Lied, das die Kinder der Gustav-Heinemann-Schule (GHS) zu Beginn der Einweihungsfeier für die neuen Räume sangen, kam der wesentliche Sachverhalt eigentlich schon treffend vor.

„Es ist eng“, sang der Nachwuchs der Schule für Praktisch Bildbare gemeinsam mit ihrem Lehrer - und erzählte in den Strophen dann die Geschichte von Kregelius, die auszog, um mehr Platz einzufordern. Und natürlich von Fleischmann, der auch prompt zur Rettung eilte.

Ganz so reibungslos dürfte das in der Realität zwar kaum abgelaufen sein, das Ergebnis aber stimmt: Bei der Einweihungsfeier präsentierte die GHS jetzt zwei neue Klassenräume, einen Wickelraum, einen Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschine, Trockner und Bügelbrett sowie einen Einzelförderraum. In einem der Räume wurde dann auch gleich feierlich eingeweiht.

Hintergrund für den erhöhten Bedarf an diesen Räumen ist die in den vergangenen Jahren stetig gestiegene Zahl an Schülern. Wurden 1997 noch 60 Schüler in acht Klassen unterrichtet, sind es an der GHS inzwischen 105. Deshalb zog die Lebenshilfe - bis zum Schuljahr 2007/2008 Untermieter der Schule - in Räume des Dieburger Katasteramtes um. Die frei gewordenen Räumlichkeiten wurden saniert. Dafür gab der Landkreis  rund 172 000 Euro aus, investierte davon 150 000 Euro in die Umbauarbeiten und etwa 22 000 Euro in die Einrichtung.

Davon, dass „die Verhältnisse außerordentlich beengt“ gewesen seien, sprach auch Landrat Schellhaas in seinem Grußwort. Deshalb sei der Tag der Einweihung natürlich „ein guter Tag“ für die Schule. „Hier weht ein ganz besonderer Geist“, so Schellhaas. „Hier arbeiten ganz besondere Menschen und gehen ganz besondere Menschen zur Schule. Für die habe Schulleiterin Kregelius „sehr viel Energie“ eingesetzt. Auch die Eltern der GHS-Schüler, die sich dort sehr stark einbrächten, erwähnte Schellhaas positiv.

Wie Schellhaas lobte auch der Schuldezernent und Erste Kreisbeigeordnete, Christel Fleischmann, den Einsatz der Beteiligten – und vergaß auch die Lebenshilfe nicht: Zu deren Umzug habe es schlicht keine Alternative gegeben. Außerdem sei die GHS „jetzt auch als Ganztagsschule in der Lage, alles das zu tun, was notwendig ist“.

Bürgermeister Dr. Werner Thomas griff in seiner Ansprache den Bezug zum Stadtleitbild auf: „Wir wollen ja die Integration behinderter Menschen in Dieburg fördern. Denn wir teilen hier das gemeinsame Leben – und das ist gut so.“

GHS-Chefin Gabriele Kregelius schließlich sparte in ihrer Rede zunächst mit Worten, ließ lieber die Kinder mit ihren Lehrern singen und auch einige Sätze sagen. Und äußerte danach schon einmal den nächsten Wunsch: Eine weitere halbe Stelle für Schulsozialarbeit stehe – unter anderem – auf ihrem Zettel für die Zukunft.

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