Zwei Zentner Kartoffeln verwandelten sich im Klostergarten zu Pfannkuchen

Himmlisch irdischer Genuss

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Ein himmlischer Ort: der Klostergarten im Minnefeld. Sonnenblumen schauen zu, wie es den Gästen im Freien mundet.

Dieburg - Zwei Zentner Kartoffeln mutierten gestern im Klostergarten zu knusprigen Pfannkuchen, die in Windeseile verspeist waren. Von Lisa Hager

Herrlichster Spätsommersonnenschein verwöhnte die vielen Besucher der Aktion von Freunden des Kapuzinerklosters und der Initiative Klostergarten im OWK, die zumeist zu Fuß oder mit dem Rad gekommen waren. Sie ließen sich auf Bänken zwischen blühenden gelben Sonnenblumen, roten Dahlien und lila Cosmea nieder.

Wo sind die nächsten zwei? Bruder Berthold (von links) bringt Rudolf Kipp und Jürgen Krieger, die an den schweren Eisenpfannen unentwegt Kartoffelpfannkuchen brutzeln, schwer ins Schwitzen.

Ein himmlischer Ort schien dieser Garten gestern zu sein – dafür wurde es Rudolf Kipp und Jürgen Krieger an den zwei riesigen Eisenpfannen im Klosterhof höllisch heiß. Zwei Zentner Kartoffeln hatten die beiden zusammen mit Helfern des OWK gerieben, um dann unzählige Pfannkuchen in spritzendem Fett kross zu backen. Hatte Kipp mal eine Hand frei, wischte er sich schnell über die vom Rauch tränenden Augen. „Das geht so lange, bis alles all’ ist“, meinte er auf die Frage nach der Produktionszahl der begehrten goldgelben Kuchen, für die die Leute Schlange standen. Zusammen mit Apfelmus schmeckte das köstliche Gericht dann wirklich nach „Himmel und Erde“.

Die Veranstaltung im Minnefeld war Teil des Projekts „GartenRheinMain – vom Klostergarten zum Regionalpark“. Himmlische Töne erklangen dann am Nachmittag in der Klosterkirche: Das „Duo Grazioso“ (Hildegard Schultz und Helmut Bonzol) servierte einen Querschnitt seines Liederrepertoires. Die engagierten Hobbysänger wurden von Elena Roth am Klavier begleitet.

Aber noch mal zum Irdischen: Was alles so unter der Erde an tollen Knollen heranwächst, darüber wusste der Kartoffel-Fachman Hartmut Volz aus Groß-Bieberau einiges zu berichten. Im Klostergarten zeigte er die gängigsten Sorten, die heute auf dem Markt sind, und brachte viele Informationen rund um die Kartoffel an Mann und Frau.

Quelle: op-online.de

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