Hobby- und Kreativmarkt in Dieburg

Geballte Kreativität in einer Halle

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Vom Feuerholzkorb über Futterglocken bis hin zu Flechtzäunen reicht die Produktpalette des Dieburger Hobby-Weidenflechters Rudi Stegemann (rechts).

Dieburg - Es ist schon Tradition: Seit 1995 veranstaltet der TV Dieburg den Hobby- und Kreativmarkt. Einmal jährlich können Künstler und Kunsthandwerker der Region in der Vereinsturnhalle ihre Kreationen anbieten.

Deren Vielfalt reicht von Filz- und Stoffarbeiten über Puppen und Schmuck bis hin zu selbstgenähter Kinderkleidung. Beim Kreativmarkt am Sonntag waren insgesamt 25 Künstler vor Ort. Viele kamen aus Dieburg, andere aber auch aus der Umgebung – etwa aus Roßdorf, Groß-Umstadt oder Griesheim.

Die Erlöse aus der Standgebühr und dem Kaffee- und Kuchenverkauf spendet der Verein stets für einen gemeinnützigen Zweck. Nachdem die Spenden im letzten Jahr die Wohngemeinschaft für Menschen mit Autismus des Vereins „Autigra“ erhalten hat, gibt es nun zwei Empfänger. Der größte Teil geht an Jan Breyer. Der 18-jährige Wiebelsbacher erlitt infolge eines Unfalls im August vergangenen Jahres eine Querschnittslähmung und sitzt seitdem im Rollstuhl. Mit der Spende unterstützt der TV Dieburg den – finanziell sehr aufwendigen – rollstuhlgerechten Umbau des Hauses seiner Familie. Der kleinere Teil der Erlöse geht indes an den Dieburger Reitclub, dessen finanzielle Lage angespannt ist.

Dieser filzige „Teufelskerl“ hält das Frühstücksei schön warm.

Den Künstlern jedenfalls bot der Markt die Gelegenheit, ihre Kreationen interessierten Besuchern näher zu bringen. Manche Aussteller waren das erste Mal vor Ort, andere wiederum kommen schon seit mehreren Jahren. Rudi Stegemann gehört zu den „alten Hasen“. Die Aufschrift „Körbe – Made in Dibborsch“ lockte so manchen Besucher an seinen Verkaufsstand. Der 74-Jährige fertigt Weidenkörbe und andere Flechtkunstwerke. „Unheimlich vielseitig“ nennt er dieses Hobby, dem er seit etwa sieben Jahren nachgeht. Damals fing er mit einfachen Körben an. Inzwischen fertigt Stegemann auch deutlich anspruchsvollere Stücke - wie zum Beispiel Flechtzäune, die als Sichtschutz auf der Terrasse dienen. Sabine Dillmann näht – und das offenbar erfolgreich. „Ich habe mich letztes Jahr selbstständig gemacht“, sagt sie. Von Halstüchern über Lätzchen bis hin zu Mützen verkauft die ehemalige Dieburgerin allerlei Selbstgenähtes für Kinder. Ihre Kunden können aus Gestaltungsvorschlägen auswählen – oder auch selbst bestimmen, wie die genähten Werke später einmal aussehen sollen. Diese individuelle Gestaltung mache vor allem Kindern viel Spaß, meint Dillmann. Denn: „Die Augen der Kinder leuchten, wenn sie etwas Eigenes haben.“

fab

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