Landkreis Darmstadt-Dieburg

Hochansteckende Fuchsräude grassiert: Gefahr für Hunde und Katzen

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Im Kreis Darmstadt-Dieburg grassiert aktuell die von Füchsen übertragene Fuchsräude - und stellt eine Gefahr für freilaufende Hunde und Katzen dar.

Dieburg/Münster – Im gesamten Landkreis Darmstadt-Dieburg gibt es aktuell ein erhöhtes Risiko, dass sich freilaufende Hunde und Katzen mit der Fuchsräude infizieren. Das teilt die Gemeinde Münster mit.

Diese durch Milben ausgelöste, hochansteckende Hauterkrankung, die mit starkem Juckreiz und Fellausfall einhergeht, wird von Füchsen übertragen. Unbehandelt kann sie für Vierbeiner im schlimmsten Fall sogar tödlich enden.

Auch in Münster besteht derzeit in Wäldern und an Waldrandlagen akute Ansteckungsgefahr, weiß Jagdpächter Heinz Balmert. Gleiches gilt auch für Dieburg, teilte uns die Stadt auf Nachfrage mit. Da Fuchsräude nicht meldepflichtig ist, gibt es keine genauen Zahlen darüber, wie viele Tiere in der Region infiziert sind. Balmert schätzt das Risiko derzeit allerdings als sehr hoch ein.

„Vergangenen Samstag haben wir im Bereich Am Seerich einen infizierten Fuchs entdeckt“, schildert er. Auch am Freizeitzentrum und im Grenzbereich zu Eppertshausen seien schon erkrankte Tiere aufgetaucht, schreibt die Gemeinde Münster weiter. Die Stadt Dieburg habe ebenfalls bereits Meldungen von Jagdpächtern erhalten. Betroffen sei der Jagdbezirk 1, der an den Wald zu Münster grenzt. Dort seien laut Stadt Dieburg auch Hinweisschilder angebracht.

Darauf müssen Halter bei Tier-Krankenversicherungen achten

Hunde und Katzen können sich anstecken, wenn sie direkt oder indirekt – etwa über Kot, Haarbüschel oder Bauten – mit einem infizierten Fuchs in Kontakt kommen. Balmert rät daher, Hunde insbesondere in Waldgebieten anzuleinen und auf den Wegen zu bleiben. Bei ersten Anzeichen einer Erkrankung – also etwa starkem Juckreiz – sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. (lahe)

Quelle: op-online.de

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