Spiele und Filme made in Dieburg

Hochschule Darmstadt - Abschlusspräsentation des Studiengangs Animation & Game

Getümmel hinterm Bildschirm: Die Animation & Game-Studenten der Hochschule erklären den Besuchern, was sie in ihrer Projektarbeit erstellt haben.
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Getümmel hinterm Bildschirm: Die Animation & Game-Studenten der Hochschule erklären den Besuchern, was sie in ihrer Projektarbeit erstellt haben.

Bei der Abschlusspräsentation des Studiengangs Animation & Game an der Hochschule Darmstadt (h_da) in der Aula des Mediencampus’ Dieburg hatten die Bachelor-Anwärter einiges zu bieten.

Dieburg – Hier ein kurzer Animationsfilm, da ein Videospiel, das an die Anfänge in den 80er- und 90er-Jahren erinnert, und dort ein Spiel mit Virtual-Reality-Brille.Das alles gab es bei der Abschlusspräsentation zu sehen.

Umgesetzt haben die Studenten das in erstaunlicher Vielfalt. Knapp ein Drittel der Gruppen hat kurze Animationsfilme gedreht, der Rest hat sich mit verschiedenen, selbst entworfenen Videospielen beschäftigt. Ob ein Wettrennen mit Speedern à la Star Wars, eine Schatzsuche oder ein Spiel, bei dem der Kämpfer statt stärker immer schwächer wird – für jeden Gamer war etwas dabei. Einzige Vorgabe: „Begrenzte Ressourcen“.

Motto der Präsentation: „Begrenzte Ressourcen“

Das war das Motto, das die Dozenten den in 13 Projektgruppen aufgeteilten Studenten vorgegeben haben. „Damit haben sie zumindest einen Anfang“, sagte Dozent Thomas Nickel, „und sie sitzen nicht vor einem leeren Blatt und wissen nicht, was sie machen sollen.“ Wichtig ist den Dozenten, dass die Studenten großteils selbstständig arbeiten, am Ende aber auch etwas vorzuweisen haben. „Wir unterstützen sie natürlich“, betont Nickel. Die Praxisarbeiten stehen für die Studenten immer im dritten und fünften Semester des Studiengans an. Knapp alle zwei Wochen setzen sie sich mit den Dozenten zusammen und stellen den aktuellen Stand zunächst ihrer Idee und später ihres Produkts vor. „Dann bekommen sie von uns ein Feedback, was gut ist, was sie besser machen könnten oder vielleicht ganz weglassen sollten.“

So verändern sich die Projekte im Laufe des Semesters auch immer wieder. Und wenn zum Schluss die Zeit knapp wird, müssen die Studenten einfach ihr Ende kürzen (Animationsfilm) oder eben ein Level weglassen (Spiel). Denn am Ende der Projektsemester soll jeder ein fertiges Produkt haben, „damit sie bei den Bewerbungen auch etwas vorweisen können“, betont Nickel.

Eignungsprüfung für Studiengang Animation & Game

Bevor die knapp 40 bis 60 Studenten pro Semester zugelassen werden, müssen sie aber noch eine Eignungsprüfung absolvieren, um sicherzustellen, dass sie sich nicht nur bewerben, weil sie gerne spielen, sondern wirklich Ahnung haben. Unterrichtet wird Englisch. „Denn so sprechen sie später auch in den meisten Unternehmen“, erklärte Professor Tilman Kohlhaase. Zudem kommen immer drei bis fünf Studenten aus dem Ausland, außerdem nehmen noch mal ebensoviele „Incomings“ am Austauschprogramm mit Partneruniversitäten teil.

Die aktuellen Fünftsemester hatten gerade ihr Praxissemester in teils namhaften Firmen hinter sich, ehe sie knapp drei Monate an ihren Projekten gearbeitet haben. Und mit den Ergebnissen sind die Dozenten zufrieden. „Es sind alle fertig geworden“, freute sich Kohlhaase, „wir haben hier auch einen sehr guten Jahrgang zusammen. Da fällt keiner ab.“

von Lars Herd

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