Promi-Auftrieb 2018 zu "Hoffnungstour" und "Tour der Hoffnung"

Gleich zweimal Benefizradeln in Dieburg

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Helmut Schelter (am Auto lehnend) und sein Team bereiten das Comeback der „Hoffnungstour“ für den 17. Juni 2018 vor – dann mit dem Zielort „See’che Fest“ der Feuerwehr.

Dieburg - Aufgepasst: In diesem Artikel geht es um die „Tour der Hoffnung“ sowie um die „Hoffnungstour“ – zwei ähnliche Ereignisse, zwischen denen es durchaus einen Zusammenhang gibt, und die in erster Linie dennoch als zwei verschiedene Paar (Sport-)Schuhe betrachtet werden sollten. Von Jens Dörr

Gemein ist beiden Benefiz-Events: Sie werden im nächsten Jahr in Dieburg stattfinden, beziehungsweise Station machen. Zunächst zur „Tour der Hoffnung“: Anfang August traten zum inzwischen 34. Mal 185 namhafte Sportler, Politiker, Manager, Ärzte sowie idealistisch gesinnte Bürger über vier Tage hinweg in die Pedale, um krebskranke Kinder zu unterstützen. Beispielsweise 2017 dabei: Boxlegende Henry Maske und die einstige Spitzenbiathletin Petra Behle. Im vergangenen Jahr hatte auch der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler mitgemacht, in früheren Jahren schwangen sich neben Dutzenden höchst prominenter Leute auch Ex-Kanzler Gerhard Schröder und Ex-Außenminister Klaus Kinkel auf den Drahtesel. Und, in diesem Jahr zum 15. mal, die Dieburgerin Silke Klotz.

Radelte Anfang August zum 15. Mal bei der „Tour der Hoffnung“ mit, traf dort auch Boxlegende Henry Maske und holt das Ereignis mit vielen Promis 2018 nach Dieburg: Silke Klotz.

Dass sie an der „Tour der Hoffnung“, die diesmal auf fünf Etappen über 273 Kilometer von Gießen über Berlin (nach zwischenzeitlichem Transfer) bis in diverse Städte Brandenburgs führte, seit anderthalb Jahrzehnten teilnimmt, wäre bereits einen kurzen Bericht wert. Ein längerer Artikel, für die Dieburger von besonderem Interesse, ergibt sich aus einer weiteren Nachricht, die Klotz nun überbringt: 2018 wird die größte privat organisierte Benefiz-Radtour Deutschlands wie vor einigen Jahren schon einmal Station in Dieburg machen.

Denn im nächsten Jahr ist Klotz erstmals tiefer in die Organisation des Ereignisses eingebunden. Auch in Darmstadt, bei Klotz’ Arbeitgeber Merck, wird die radelnde Prominenz dann vorbeischauen. „Der Stopp in Darmstadt wird freitags sein, in Dieburg sind wir dann am Samstag“, weiß die Dieburgerin, die in der Stadt auch als Vorsitzende der Dance Company (sogar schon seit 20 Jahren) bekannt ist, bereits heute. Noch unklar sei das exakte Datum: „Entweder am ersten oder am zweiten August-Samstag 2018.“ Das wäre der 4. oder 11. August.

Welche namhaften Größen sich dann ein Stelldichein in der Gersprenzstadt geben, auf ihr Anliegen aufmerksam machen und Spenden sammeln werden, ist jetzt noch unsicher. Deutlich wurde in den vergangenen 34 Jahren hingegen: Die „Tour der Hoffnung“ treibt nicht nur „Peanuts“ für die Behandlung schwer erkrankter Kinder ein. Mehr als 34 Millionen Euro kamen bislang zusammen, in den vergangenen Jahren waren es jeweils deutlich mehr als eine Million Euro pro Jahr. 2016 etwa gingen 1.902.000 Euro ein; die Summe für 2017 steht noch nicht fest.

Das Geld wird verschiedenen Kliniken, Vereinen, Initiativen und Institutionen zur Verfügung gestellt, die sich um Forschung, neue Behandlungen, pflegerische und psychosoziale Betreuung sowie klinische Versorgung und internationale Hilfe kümmern. 2016 zählten die Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margaret zu den größten Nutznießern des erradelten Gelds, erhielten 85.000 Euro zu Forschungszwecken.

Womit auch der Bogen zur „Hoffnungstour“ gespannt wäre: Dahinter steckt eine Gruppe von Menschen aus Dieburg und der näheren Umgebung, die der Dieburger Unternehmer Helmut Schelter (Atelier für Schrift & Form, auch bekannt vom Organisationsteam des Glückstalermarkts) anführt. Mit ihrem eintägigen Benefizradeln auf drei unterschiedlichen langen Strecken für Sportler, Jedermänner und Familien sammelte die Veranstaltung, die bis 2013 „Kleine Tour der Hoffnung“ hieß, schon zehnmal jeweils mittlere bis hohe vierstellige Eurobeträge, die über die große „Tour der Hoffnung“ an die Darmstädter Kinderkliniken weitergereicht wurden.

Benefiz-Radtour nach Saint-Tropez

In diesem Jahr fand die stets auf dem Dieburger Marktplatz startende „Hoffnungstour“ nicht statt. Einer der Gründe: Das Trapezteichfest im Schlossgarten, wo jeweils Ziel nach 33, 66 oder 99 Kilometern gewesen war, fiel in diesem Jahr aus. Für 2018 kündigt Cheforganisator Helmut Schelter unterdessen ein Comeback an: Die „11. Hoffnungstour“ werde am 17. Juni stattfinden. „Dann in Kooperation mit der Dieburger Feuerwehr, deren See’che Fest unser neuer Zielort sein wird“, schaut Schelter nach vorn.

Der Grundsatz „Gutes tun mit Spaß und Freude“ solle erhalten bleiben. „Wir wollen das Augenmerk aber noch etwas stärker auf die öffentliche Aufmerksamkeit und das Spendensammeln legen.“ Das neue Konzept werde voraussichtlich bis Mitte Oktober vollendet. 2018 rollen auf Dieburg also sowohl (ausnahmsweise) die „Tour der Hoffnung“ als auch die wieder auflebende „Hoffnungstour“ zu.

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