KVD-Auszeichnung geht an FFH-Moderatorin Evren Gezer: „Offebacher Mädsche“

„Holzisch“ für Marie aus Paris

Die FFH-Moderatorin Evren Gezer ist die neue „Laternenträgerin“.

Dieburg (eha) - Der Karnevalverein Dieburg verleiht in dieser Kampagne seine höchste externe Auszeichnung, die „Holzisch Latern“, an Evren Gezer aus Offenbach. Die Preisträgerin ist Moderatorin und Comedian beim Radiosender „Hit-Radio-FFH“.

Vielen Hörern ist sie als „Marie aus Paris“ (gesprochen Parieh) bekannt und seit 2009 als Co-Moderatorin der FFH-Morningshow mit ihrem Kollegen Daniel Fischer.

Als „Marie aus Paris“ nimmt man ihr auch den französischen Akzent ab, den sie perfekt beherrscht: „Bonjour, isch bin Marie aus Paris und isch schbreche nisch so guhd Deutschland.“ Die Serie mit Marie war sehr erfolgreich und wurde von über 50 Radiosendern übernommen.

Bevor Evren Gezer zu FFH kam, hat sie bereits Medienerfahrung bei den Sendern „Planet Radio“ und „harmony.fm“, die beide zur FFH-Senderfamilie gehören, sammeln können.

Sie ist eine erfrischend- fröhliche Erscheinung mit einer ganz speziellen Liebe zu ihrer Heimatstadt Offenbach. Heimatstadt Offenbach? Schließlich ist Evren Gezer Türkin und in Istanbul geboren. Aber aufgewachsen ist sie in Offenbach. Sie ist eine weltoffene, moderne Frau, die eine bodenständige Liebe zu ihrer Heimatstadt zelebriert. Sie sagt von sich selbst: ich bin eigentlich ein richtiges „Offebacher Mädsche“.

Da haben wir es auch schon. Evren Gezer verfällt zeitweilig mit einigen verbalen Ausdrücken total in den Hessischen Dialekt. Na ja, wenn man seit seinem ersten Lebensjahr in Offenbach beheimatet ist und als Kind auch mal bei einer Fastnachtsgarde mitgemacht hat.

Ihre Liebe zur jetzigen Heimat ist auch durch ihren Hang zu den landestypischen Spezialitäten deutlich zu spüren: „Äbbelwoi, grie´ Soß oder Handkäs mit Musigg, einfach legger“, sagt sie.

Sportlich ist die Radiomacherin auch. Mehr als 20 Jahre war sie aktives Mitglied bei den Handballerinnen des OFC, zu denen Evren Gezer immer noch einen guten Kontakt hat. Aber auch zu Fußballspielen der „Kickers“ kann man sie im Stadion am Bieberer Berg antreffen.

Evren Gezer hat in Mainz Publizistik mit Magister-Abschluss studiert. Während des Studiums hat sie trotz eines angemieteten WG-Zimmers doch immer lieber noch in Offenbach gewohnt, was beweist, wie sehr sie sich mit ihrer hessischen Heimatstadt identifiziert.

Ihre Persönlichkeit ist gekennzeichnet durch einen Schuss Selbstironie, gepaart mit ihrem herzlichen Lachen. Für Evren Gezer ist nicht sie selbst der Mittelpunkt ihrer Handlungen, sondern die vielen alltäglichen Kleinigkeiten, die sie mit geübtem Blick zu beobachten weiß“, so KVD-Präsident Friedel Enders in seiner Laudatio.

Mit spielerischer Leichtigkeit lasse sie dies in ihren beruflichen Schaffensprozess einfließen. Sie verstelle sich nicht, sondern gehe unbeirrt und authentisch ihren Lebensweg.

All diese beeindruckenden Fakten genügten jedoch noch nicht, um die „Holzisch Latern“ zu erhalten. Vielmehr ist der zu Ehrenden im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht aufgegangen. Dies ist bei Evren Gezer aus folgenden Gründen der Fall: Eine wichtige Aufgabe der Fastnacht ist die Integration verschiedener, gesellschaftlicher Gruppen. Der Brauch der Kostümierung dient unter anderem dazu, Unterschiede in Stand und Her-kunft hinter einer Maske zu verbergen. „Bei welch anderer Tradition oder welchem Brauchtum feiern Menschen unterschiedlicher nationaler oder gesellschaftlicher Herkunft in großer Fröhlichkeit und Ausgelassenheit gemeinsam ein mehrtägiges Fest?“, fragt Enders. Und genau hier sei Evren Gezer ein Licht aufgegangen, da sie beides - Integration und Fröhlichkeit - in einer Person vereine.

Mit seiner höchsten externen Auszeichnung, der Verleihung der „Holzisch Latern“, würdigt der Karnevalverein Dieburg mit Evren Gezer eine Person, die mit Ihrer türkischen Herkunft und mit ihrer Verbundenheit zu ihrem neuen hessischen Lebensraum beweist, dass Integration gelebt wird - und funktioniert.

‹ Die Auszeichnung erhält Evren Gezer am Rosenmontag beim „Närrischen Empfang“ der Stadt und des Karnevalvereins in der Römerhalle.

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