Schreinerarbeiten stehen bei Ferienspielen an

Holzklotz wird zu Türschild

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Max – er ist das erste Mal dabei – und Lilli haben viele Spaß bei den Schreinerarbeiten.

Dieburg - Insgesamt 29 Kinder und Jugendliche sind seit Montag bei den Ferienspielen des Jugendcafés Dieburg dabei. Unter anderem war für den Schreiner-Workshop die Handwerkskunst der Kinder gefragt. Von Lars Herd 

Zum dritten Mal bietet das Jugendcafé neben den Ferienspielen im Sommer auch in den Herbst- und Osterferien eine Veranstaltungen an. Von 11 bis 16 Uhr werden die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren von freiwilligen Helfern betreut. „Es macht immer wieder Spaß, dieses Mal haben wir auch eine angenehme Anzahl an Teilnehmern“, sagte Betreuerin Özlem Yanmaz-Ezawa, die seit etwa 15 Jahren für die Offene Jugendarbeit zuständig ist, an die vergangenen beiden Veranstaltungen zurück. Da waren noch jeweils 45 Jungen und Mädchen angemeldet: „Das waren schon ziemlich viele. Mit der diesjährigen Anzahl ist es schon deutlich angenehmer.“ Für die Teilnehmer ist es wiederum schön, neue Leute kennenzulernen und Freundschaften zu schließen.

An den ersten drei Tagen tauchten die Kinder in die Welt des Schreinerns ein. Aus massiven Holzklötzen wurden kleine Schneidebretter oder Schilder gewerkelt. „Das Holz zu schneiden ist schon ziemlich anstrengend“, meinte Jan, der gerade eine Pause vom Sägen einlegte. Am meisten freute er sich, die Ferienzeit mit seinen Freunden verbringen zu können. „So macht man auch mal was anderes zusammen“, erklärte er.

Für den Workshop war unter anderem der Schreiner-Auszubildende Bennet Hutzelmeier als Betreuer dabei: „Das ist das erste Mal, dass ich mit Kindern arbeite. Es ist aber eine schöne Sache, dass ich hier das weitergeben kann, was ich gelernt habe.“ Besonders fasziniert ihn die Entwicklung des Holzes und vor allem die, der Oberfläche. Wenn ein raues Stück, massives Holz zu einem glatten Schneidebrett wird, sehen die Kinder die Entwicklung am besten, meinte Hutzelmeier: „Das ist die Idee dahinter.“ Allerdings war er nicht nur mit der Erklärung der Werkzeuge betraut. „Natürlich gehören auch andere Aufgaben, wie die Kinderbetreuung dazu.“ Das Wetter spielte ebenfalls mit, sodass die Arbeiten an der frischen Luft erledigt werden konnten und nicht in einer Werkstatt.

Statt einem Schneidebrett schreinerte Max lieber ein Türschild für seine Eltern: „Wir ziehen demnächst um und brauchen noch ein neues Türschild. Da passt das ganz gut“, erklärte er lächelnd. Max ist zum ersten Mal dabei, sein Eindruck war durchweg positiv: „Mir gefällt es gut, hier sind alle total nett.“ Am meisten freute er sich auf den Ausflug am Donnerstag.

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Am Morgen geht es ins Schloss Freudenberg nach Wiesbaden, am Abend in die Darmstädter Sternwarte. Danach wird noch im Jugendcafé übernachtet. Abgerundet wird die erste Ferienwoche mit einem gemeinsamen Frühstück am Freitag, ehe sich die Kinder um 12 Uhr nach einer ereignisreichen Woche auf den Heimweg machen.

Ein Dauergast bei den Ferienspielen im Sommer und den Events in den Herbst- und Osterferien ist Lilli, die auch dieses Mal wieder dabei ist. „Mir gefällt es hier wirklich gut. Gerade die Abwechslung, dass man auch mal was anderes macht als zu Hause, gefällt mir sehr.“ Dabei bezog sie sich auf den Schreiner-Workshop, freute sich aber auch auf die anderen Aktivitäten.

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