Holzpavillon statt Container

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Für die Kurse in der Verkehrsschule Dieburg steht jetzt ein schmucker Holzpavillon zur Verfügung.

Dieburg (sr) - Über einen schmucken Holzpavillon verfügt jetzt die Jugendverkehrsschule in Dieburg. Er ersetzt eine Container-Behausung, die bei der Übergabe des Neubaus allgemein als „unzumutbar“ bezeichnet wurde.

Knapp 320 .000 Euro hat sich die Kreisschulverwaltung diese Lösung kosten lassen.  Eigentlich sind es zwei miteinander verkoppelte Pavillons, wovon einer komplett als Unterrichtsraum dient, während er zweite Büros, sanitäre Anlagen, Material und eine Küchenzeile beherbergt. Es handelt sich um Standardbauten aus einem Programm, das Kreisschuldezernent Christel Fleischmann in seiner Ansprache zur Übergabe „Mobi-School-Pavillons“ nannte. Die Gebäude aus demontierbaren Bauteilen in Holzrahmenbauweise stehen als Ersatz- und Ergänzungsbauten an verschiedenen Schulstandorten des Landkreises, vorzugsweise dort, wo gerade saniert wird. Sie seien – so versicherte Fleischmann – „hoch gedämmt“ und damit auch im Winter angenehm zu nutzen.

Die Jugendverkehrsschulen – drei gibt es im Landkreis, neben Dieburg sind Reinheim und Pfungstadt Standorte – arbeiten nämlich auch im Winter. Sie sind fest eingebunden ins Verkehrserziehungsprogramm aller Grundschulen, und für jede 4. Klasse gehört ein Besuch zum Elementarprogramm.

Kurse für Erwachsene und Senioren

Polizeivizepräsident Uwe Brunnengräber betrachtet die ganze Sache aus der Perspektive des Bildungsträgers Polizei. Seit 34 Jahren kooperiere man in der Verkehrserziehung mit den Schulen, anfangs mobil, seit den siebziger Jahren dann stationär, in den genannten Container-Lösungen. Längst beschränke man sich aber nicht mehr nur auf die Verkehrsfrüherziehung, sondern gebe auch Kurse für Erwachsene und Senioren, bilde Buslotsen aus und widme sich der Drogenprävention.

Für die Stadt Dieburg wünschte Erster Stadtrat Wolfgang Schupp der Jugendverkehrsschule eine gute Zukunft im neuen Gebäudekomplex, zu dem auch eine Fahrrad-Unterstell-Garage gehört. Gerne ließ er sich bestätigen, dass auch der Kreisverkehr zum Programm der Verkehrspädagogen in der Kreiselstadt Dieburg gehört.

Für die Kommunalpolitik bedankte sich Stadtverordnetenvorsteher Dr. Harald Schöning für die Investition des Landkreises.

Motivierend

Erhard Kulp als alter, inzwischen pensionierte Hase der polizeilichen Verkehrserziehung erinnerte noch einmal an die Anfänge und lobte die gute Zusammenarbeit mit der Fahrschule Völker, deren Verkehrsübungsplatz seit Jahrzehnten von der Polizei für die Verkehrsfrüherziehung genutzt werden kann.

Ralf Drexelius und Rainer Stapp haben jetzt einen sehr schönen Arbeitsplatz. Polizist Drexelius bekannte: „Ich bin seit 1994 dabei. Der neue Pavillon ist total motivierend. Ich gehe jeden Morgen gerne zur Arbeit.“ Die wartete derweil schon draußen – in Gestalt einer Babenhäuser Grundschulklasse. J sr

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