Internethändler darf ins Dreieck

Dieburg ‐  Der Weg für die Ansiedlung eines großen Elektronikhandelskonzerns im so genannten „Dieburger Dreieck“ ist frei: Für das Kaufangebot der Internethandelsfirma „redcoon“ GmbH aus Aschaffenburg haben die Stadtverordneten im nichtöffentlichen Teil ihrer letzten Sitzung vor der Kommunalwahl einstimmig grünes Licht gegeben. Von Lisa Hager

Wie berichtet lagen für die insgesamt 72.500 Quadratmeter große Fläche, die die Stadt im Dieburger Osten zwischen B  45, Bahnlinie und K 128/B 26 Richtung Altheim besitzt, mehrere Kaufangebote von Investoren vor, die im Auftrag von Logistikunternehmen verhandelten. In dem Gebiet sind auch noch rund 86.000 Quadratmeter in Privatbesitz.

Die Erschließungskosten der bisherigen Acker- und Brachflächen soll laut Beschluss der künftige Investor übernehmen. Für einen ersten Bauabschnitt braucht das Unternehmen, das den Sitz des Gesamtkonzerns nach Dieburg verlegen will, rund 70.000 Quadratmeter Fläche. Bis zum Endausbau könnte ein Flächenbedarf von 100.000 bis 120.000 Quadratmetern entstehen. Sollte der Verkauf tatsächlich zustande kommen, könnten schätzungsweise über zwei Millionen Euro in die Stadtkasse gespült werden.

Die „redcoon“ GmbH besteht in Deutschland seit 2003 an ihrem jetzigen Firmensitz in Aschaffenburg. Das Unternehmen zählt nach eigenen Angaben zu den größten Internethändlern für Unterhaltungselektronik. Inzwischen gibt es Online-Shops in neun weiteren europäischen Ländern. Der Internethändler verschickt laut eigener Aussage monatlich rund 200.000 Produkte.

Am künftigen Firmensitz in Dieburg könnten rund 250 Arbeitsplätze im Bereich von Dienstleistung und Verwaltung entstehen. Dazu könnten 150 Jobs in der Logistik (Lager/Versand) kommen.

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