Jetzt fehlt ein Stück vom Ohr

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Die Narren feierten ausgelassen und meist ohne größere Zwischenfälle. „Die tollen Tage im Ostkreis waren insgesamt fröhlich“, stellt die Polizei in ihrer Bilanz fest.

Darmstadt-Dieburg ‐ Die Narren feierten ausgelassen und meist ohne größere Zwischenfälle. „Die tollen Tage im Ostkreis waren insgesamt fröhlich“, stellt die Polizei in ihrer Bilanz fest. Von Lisa Hager

Das habe zum einen an der Friedfertigkeit der Feiernden gelegen, „zum anderen aber auch an der Präsenz der Polizei, die dafür sorgte, dass die gute Stimmung sich nicht trüben konnte“, so Pressesprecher Karl Kärchner vom Polizeipräsidium Südhessen. Einige Zeitgenossen fielen dennoch unangenehm auf. In den Einsatzberichten der Dieburger Polizei wurden über die Tage immerhin rund zwei Dutzend Schlägereien registriert. Ein Fall war da schon gravierend: Ein 28-Jähriger hat bei Handgreiflichkeiten seinem 27-Jährigen Kontrahenten einen Teil des linken Ohres abgebissen. Gegen ihn wird jetzt wegen schwerer Körperverletzung ermittelt.

Fahrzeugkontrollen ohne besondere Vorkommnisse

Des Weiteren registrierten die Ordnungshüter zwei Sachbeschädigungen, einen Raub sowie einen Einbruch während des Umzugs. Großes Lob an die Autofahrer: kein Verkehrsunfall wegen Alkohols am Steuer, allerdings vier folgenlose Trunkenheitsfahrten und zwei unter Drogeneinfluss. Kontrolliert wurden einige hundert Fahrzeuge - ohne weitere Auffälligkeiten.

Es gab auch einen vermissten Jugendlichen, der während des Dieburger Umzugs gefunden und seinen Erziehungsberechtigten übergeben wurde. Zudem hatten in Münster Unbekannte einer Heiligenstatue an der Katholischen Kirche den Kopf abgeschlagen.

Ausnüchterungen in der Zelle und Zuhause

In einem Fall wurde bekannt, dass in einem Geschäft Hochprozentiges an Jugendliche verkauft worden sein soll. Das zuständige Ordnungsamt wurde eingeschaltet.

Aber auch drei Erwachsene hatten so tief ins Glas geschaut, dass eine Ausnüchterung unumgänglich war. Vier Männer, die ebenfalls stark dem Alkohol zugesprochen hatten, wurden von den Polizisten in die sichere Obhut ihres Zuhauses übergeben.

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