50 junge Nachwuchs-Kapitäne

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50 junge Kapitäne - Ferienspielkinder der Stadt - erprobten gemeinsam mit den Bootsbauern der „Reederei Spießfeld“, ob die Schiffe auch seetüchtig sind.

Dieburg - „Das Interesse ist riesig, wir könnten noch mehr machen, stoßen aber irgendwann an unsere Kapazitätsgrenzen“, sagte Walter Hofmann. Der Vorsitzende der „Reederei Spiessfeld“, eines 45-köpfigen Dieburger Vereins, widmet sich dem Schiffsmodellbau. Von Jens Dörr

Der Verein hätte durchaus mit noch mehr Gruppen der Dieburger Ferienspiele sein Angebot durchführen können - die Nachfrage war da. Weil Platz, Schiffe, Zeit und Personal aber nun mal nicht endlos verfügbar sind, blieb es bei drei von 16 Gruppen - insgesamt 50 Kinder im Ferienspiele-Alter von sechs bis zwölf.

Der Verein nimmt an der Zerstreuung für den Dieburger Nachwuchs bereits seit vielen Jahren teil, ist als Programmpunkt schon gesetzt. „Und wir hatten immer schönes Wetter“, war sich Hofmann rückblickend mit seinen Vereinskameraden einig. Es blieb also immer zumindest trocken und wenigstens relativ windstill, wenn die Ferienspiele-Kinder wie diesmal auch Holzboote bauen und auch einige Runden mit den Motorbooten der Mitglieder der „Reederei Spiessfeld“ - sie schreiben es wie bei Gründung noch richtig mit Doppel-S - drehen durften.

Schiffsmodellbau komme stets gut an

Auf eine abgesteckte Strecke auf dem „Spießfeld“-See habe man verzichtet, erzählte Hofmann. Das erfordere doch einige Übung, die nicht kurz nach dem ersten Griff an die Fernbedienung abgeschlossen sei. „Die Kinder können fahren, wie sie vollen.“ Der Schiffsmodellbau komme jedenfalls stets gut an beim Nachwuchs, versicherte der Vereins-Chef.

Eingetragen ins Vereinsregister ist die „Reederei Spiessfeld“ seit 1992. Draußen am Wasser vor den westlichen Toren Dieburgs sieht man einige der Mitglieder schon seit Mitte der Siebziger, kurz nach Errichtung des Freizeitzentrums 1972/73. Die Zahl der „Reeder und Kapitäne“ sei langsam, aber kontinuierlich angestiegen, verrät der Verein über sich und sein „weniger launiges“ Geschäft mit dem Spiel- und Bautrieb.

Mit der Zahl der Modellbaufreunde stiegen auch die Aktivitäten nach und nach an: In diesem Jahr wird die „Reederei Spiessfeld“ unter anderem ein Schaufahren beim Fest der Langstädter Angler veranstalten.

Und auf dem Heimatgewässer wird eine Segel-Regatta am 3. Oktober Zuschauer anlocken. Bis zu 50 Segelschiffe werden dann durchs Nass gleiten und einen imposanten Anblick bieten.

Quelle: op-online.de

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