Kälte, Schnee und glatter Strecke getrotzt

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Gut gelaunt nahmen es die Silvesterläufer mit dem Wetter auf.

Dieburg (mag) ‐ Wer kommt auf die Idee, am Silvesternachmittag bei Minustemperaturen im Tiefschnee einen Waldlauf zu machen? Die Antwort: knapp 70 hart gesottene Laufsportler aus Dieburg und Umgebung.

Der Silvesterlauf ist kein Wettkampf. Vielmehr trifft sich die lokale Läuferszene zu einer gemeinsamen geselligen Runde durch den Dieburger Wald. Zahlreiche Triathleten, Wettkampfläufer, Hobbyläufer, Walker, Jung und jung Gebliebene – das Teilnehmerfeld ist jedes Jahr bunt gemischt. Die illustre Sportlerschar startete am Schützenhaus auf die unterschiedlich langen Strecken, wobei die ausdauerndste Gruppe um die zwölf Kilometer binnen einer Stunde absolvierte.

In dieser Gruppe war auch der älteste Teilnehmer des Silvesterlaufs unterwegs: Willi Weißbäcker (71) aus Dieburg. Der tief verschneite Wald bot bei bestem Laufwetter eine grandiose Kulisse für den diesjährigen Silvesterlauf, freilich war auf mitunter glatten Passagen viel Vorsicht geboten. Einige Lauf-Cracks hatten gar spezielle Aufsätze mit Spikes an den Sohlen.

Am Ziel warten Glühwein und Brezeln

Für viele der Silvesterläufer ist die Veranstaltung eine willkommene Trainingseinheit unter Gleichgesinnten. So erarbeitet sich Olaf Stöver schon jetzt die Grundlagenausdauer für den Münsterer Moret-Triathlon im Juni. Und auch Dieburgs Revierförster Peter Sturm streifte per Laufschuh durch seinen Stadtwald, er will sich in diesem Jahr erstmals an einem Triathlon auf der olympischen Distanz versuchen.

Die Dieburger Lauf-Ikone Otto Sauer und der Lauftreff des VfL Münster richten den Silvesterlauf alljährlich gemeinsam aus. Schon Kult-Charakter hat der Abschluss: Am Ziel wartet ein Verpflegungsstand, wo es Glühwein und Neujahrsbrezeln für die Sportler gibt. Die Sportler leisten hierfür eine Spende, der Erlös kommt einem wohltätigen Zweck zugute.

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