Kaiser tritt nach fünf Jahren ab

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Nur noch in beratender Funktion will Armin Kaiser bei den Vorbereitung für den Maimarkt 2012 mitwirken.

Dieburg (jd) - In diesen Tagen ist zwar das 50. Dieburger Schlossgartenfest in aller Munde, hinter den Kulissen wird aber schon wieder an der tragfähigen Zukunft einer anderen Gaudi der Stadt gearbeitet: dem Maimarkt.

Obwohl er erst Anfang Mai 2012 wieder die Massen erfreuen wird, machen sich die Beteiligten bereits jetzt Gedanken über die nächste Auflage. Die Zukunft, eine Nachlese zum Maimarkt 2011 sowie eine wichtige Personalie waren die wichtigsten Themen, die der Gewerbeverein als Veranstalter jüngst bei einem Nachtreffen besprach.

Markantester Punkt: Armin Kaiser, Mitarbeiter der DIEBURGER ANZEIGERs, wird 2012 nicht mehr der Marktmeister sein. Kaiser hatte dieses Amt für den Gewerbeverein fünf Jahre lang mit größtem Einsatz ausgeübt und diesen zeitlichen Rahmen vorab für sich gesteckt. Nun geht er den angekündigten Schritt konsequent – und darf auf eine äußerst positive Entwicklung des Maimarkts in seiner Ära zurückblicken.

Stetig wachsende Besucherzahl

Der Maimarkt sei in der jüngeren Vergangenheit „gigantisch in die Höhe geschnellt“, bestätigt Kaiser die Fremdeindrücke auch selbst. Das bunte Programm beinhaltete stets hochwertige Live-Musik, band Senioren wie Jugend gleichermaßen ein. Das Gewerbe durfte sich wie zahlreiche Vereine präsentieren, ohne dass der Maimarkt als reine Werbeveranstaltung des Gewerbevereins wahrgenommen wurde. Viel eher setzten Kaiser und das Team der Gewerbetreibenden und sonstigen Mitwirkenden Glanzpunkt auf Glanzpunkt, was sich in den wachsenden Besucherzahlen zeigte.

Inzwischen ist der Maimarkt mit seinen Aktivitäten auf dem Marktplatz, dem Leer-Parkplatz und im Fechenbach-Park zum dreitägigen Magnet für Tausende aus Dieburg und Umgebung geworden. Sterne-Koch Ludger Helbig, gigantisches schwebendes Zeltdach, Aussichtsplattform, stark frequentiertes Entenrennen, Hochstimmung bei den Auftritten auf der Hauptbühne – das sind nur einige der Highlights, die das schon früher bestehende Grundprogramm des Maimarkts, etwa die Ausstellungen der Autohäuser, unter Kaisers Führung erweitert haben. Nichtsdestotrotz gibt es auch bei dieser Veranstaltung unterschiedliche Interessenslagen. Während die Besucher das jetzige Flair auf dem Marktplatz schätzen, ist derselbe wegen der höheren Frequenz natürlich auch für die Autohäuser ein begehrter Ort.

„Die Leute lieben den Event-Charakter"

„Ich bin gegen eine Rückkehr der Auto-Ausstellung auf den Marktplatz“, lautet Kaisers Meinung dazu. „Die Leute lieben den Event-Charakter. Ich verstehe aber auch das Anliegen der Autohäuser sehr gut.“ Wenn die KFZ-Anbieter, die entscheidend zur Finanzierung des Markts beitragen, auf die Rückkehr drängen würden, müsste man sich gegebenenfalls Gedanken über eine Änderung des Konzepts machen. Er selbst werde dem neu gegründeten „Arbeitskreis Maimarkt 2012“ noch beratend zu Seite stehen, verspricht Kaiser. Die Federführung werde er aber nicht wieder übernehmen: „Das ist ein Event, das einen an das Limit der Leistungsfähigkeit bringt.“

Beim Nachtreffen gab es bereits erste konkrete Vorschläge für Änderungen in 2012: Die Autohäuser könnten sich beispielsweise auf wenige ihrer Modelle konzentrieren und diese dann auf dem Marktplatz oder in der Zuckerstraße präsentieren. Der Seniorentag könnte in die „Römerhalle“ verlegt werden. Bürgermeister Dr. Werner Thomas regte an, wegen der geringen Resonanz auf die Sportlerehrung zu verzichten.

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