Lkw kann nicht alle Spenden fassen

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Josef Weyner hilft beim Aufladen: Der große Lastwagen reichte dieses Mal nicht aus, um alle Kleiderspenden aufzunehmen.

Dieburg (ves) ‐ Bereits um 10 Uhr morgens herrscht reger Andrang auf dem Parkplatz in der Johann-Sebastian-Bach Straße, den die Kolpingfamilie zu ihrem Stützpunkt gemacht hat. Hier ist für die jährliche Kleidersammlung ein Lastwagen stationiert, der die gesammelten Spenden zu ihrem Bestimmungsort nach Fulda bringen wird. „Wir haben den Eindruck, dass der Lkw jetzt schon wesentlich voller ist als im vergangenen Jahr“, staunt Matthias Spielkamp, Rechner und Schriftführer der Kolpingfamilie.

Zur Bestätigung rollen in diesem Moment die nächsten zwei der vier Kleintransporter an, die Ladeflächen prall gefüllt. Langsam wird es eng auf dem Parkplatz, denn auch einige Privatpersonen kommen, um ihre Spenden direkt abzugeben. „Wir hatten dieses Jahr bereits im Vorfeld eine große Nachfrage zur Aktion“, berichtet Spielkamp. So meldeten sich auch viele Interessierte aus umliegenden Gemeinden und sogar aus Darmstadt, die spenden wollten.

Auch die Kleidung aus drei Haushaltsauflösungen wurde der Kolpingfamilie angeboten, die diese dankend annahm und somit bereits einen kompletten Sprinter füllen konnte. „Letztes Jahr kamen neun bis zehn Tonnen Kleidung zusammen“, freut sich Spielkamp, „und so wie die Ladung des Lastwagens aussieht, könnte diese Menge dieses Jahr noch überschritten werden.“

Vier Kleintransporter im Einsatz

Die Kleidersammlung fand bereits zum dritten Mal statt und scheint bereits eine feste Größe bei der Dieburger Bevölkerung zu sein. 16 freiwillige Helfer von Kolpingfamilie und Kolpingjugend sind mit insgesamt vier Kleintransportern im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. „Der eine Transporter gehört der Kolpingfamilie“, erklärt Spielkamp. „Die anderen haben Peter Kolb und Bernhard Volmer zur Verfügung gestellt.“

Auch für die Helfer vor Ort ist gesorgt, so bringt beispielsweise eine ältere Dame gekühlte Getränke an die Sammelstelle. Ein weiteres Erlebnis weiß Helfer Ludwig Schmitt zu berichten. „Eine Frau ist uns in ihrem Pkw hinterher gefahren und hat uns gestoppt“, berichtet er. Im Kofferraum hatte sie einige blaue Säcke, prall gefüllt mit Kleidern, die sie noch übergeben wollte.

Erlös kommt sozialen Projekten zugute

Die Kleiderspenden werden in Fulda von der Kolping Recycling GmbH aufgekauft“, berichtet Spielkamp. Der Erlös kommt sozialen und diözesanen Projekten sowie der Jungendarbeit der örtlichen Kolpinggruppe zugute.

Zum Ende der Sammelaktion hat der Lastwagen nicht mehr ausgereicht“, informierte Spielkamp den Dieburger Anzeiger nach Abschluss der Aktion. „Es musste noch eine Zugmaschine angefordert werden, auf der die restlichen Säcke untergebracht werden konnten.“ So kam ein Rekordergebnis von elf Tonnen zusammen.

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