Drunten im Flürchen rührt sich wieder was

Dieburg ‐  Im Süden Dieburgs („Im Flürchen“) könnte sich bald einiges bewegen: Zum einen hat das Parlament in seiner Sitzung am Donnerstagabend den Antrag der Firma „Kaufland“ auf Erweiterung der Verkaufsfläche um 808 Quadratmeter behandelt. Von Lisa Hager

Er wurde zur weiteren Beratung in den Bauausschuss verwiesen. Der Magistrat befürwortet die Erweiterung. Zudem haben CDU und FDP beantragt, den Bedarf für ein Sportzentrum zu ermitteln und zwei Flächen auf ihre Nutzungsmöglichkeit zu untersuchen. Zum einen betrifft es die bereits im Flächennutzungsplan dafür vorgesehene Fläche zwischen B  26 und K 128 nördlich von „Kaufland“ und „Toom-Baumarkt“.

Als Alternativstandort soll auch das gegenüberliegende Gelände südlich des Skateplatzes geprüft werden. Beide Standorte sollen auch unter dem Aspekt untersucht werden, ob man dort später ein neues Traningsbad ansiedeln könnte. Die Betriebserlaubnis für das Bad auf dem Campusgelände läuft im Jahr 2019 aus. Den Antrag zum Sportzentrum hat nach längerer Diskussion die Mehrheit der Stadtverordneten bei nur einer Gegenstimme befürwortet. Einer getrennten Abstimmung über die Standorte wie sie Herbert Nebel (Grüne) forderte, wurde nicht entsprochen. „Dass es den Bedarf gibt, ist unstrittig“, sagte er. Ein anderer Standort als der bisher angenommene sei aus dem Regionalplan heraus aber nicht zu entwickeln.

„Gelände auf Erschließungsmöglichkeiten untersucht“

Dagegen wandte sich Wilhelm Reuscher (FDP), der auch aus der Stellungnahme des RP zitierte. Demnach könne ein Sportzentrum auch am Alternativstandort genehmigt werden, wenn man den Abstand zum Bach und das Überschwemmungsgebiet berücksichtigen würde. „Wir müssen den angestoßenen Prozess weiter vorantreiben“, begründete Renee Exner (CDU) den Vorstoß. Der Bedarf an Sportgelände werde immer dringender, da auf dem Campus und auf der Leer Flächen wegfielen.

Altbürgermeister Peter Christ (CDU) berichtete von der Beschäftigung mit dem Thema schon „vor zehn Jahren“: „Wir haben das ganze Gelände auf Erschließungsmöglichkeiten untersucht.“

SPD-Fraktionsvorsitzende Karin Müller wunderte sich, warum nichts geschehen sei, wenn das Thema schon so lange auf der Agenda gestanden hätte. Sie bezeichnete den Vorstoß als „typischen Wahlkampfantrag“, wobei keiner wisse, wie das Ganze zu finanzieren sei. „Das ist doch viel zu früh, dem Bürger die Realisierung zu versprechen“, kritisierte sie. Man solle die Planung erst angehen, wenn man finanziell wieder besser aufgestellt sei.

Rubriklistenbild: © Kaufland

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