Kein Streik in Dieburg

Ostkreis bleibt von Ausstand weitgehend verschont

Dieburg - Der Osten des Kreises Darmstadt-Dieburg mit den Zentren Dieburg, Babenhausen und Groß-Umstadt ist von den angekündigten Bus-Streiks ab diesem Montag (9.) kaum betroffen.

Wie Ilona Jäger, Sprecherin der Nahverkehrsgesellschaft Dadina, mitteilte, wird die Region von drei Busunternehmen - Winzenhöler, Jungermann sowie Spahn und Roth - bedient, die sich aller Voraussicht nach nicht an dem Streik beteiligen werden. „Der Ostkreis wird gut angefahren“, sagte Jäger.

Betroffen sind nach derzeitigem Stand lediglich Münster und Eppertshausen, wo die Linien 674 und 684 ausfallen. Als Alternative schlägt Dadina die Zuglinie RB75 bis zum Dieburger Bahnhof vor. Dort könne es mit der Zuglinie RE61 Richtung Frankfurt bis zu den Bahnhöfen Münster und Eppertshausen weitergehen.

Größere Unannehmlichkeiten stehen dagegen den Pendlerin in Groß-Zimmern bevor. Die DB Busverkehr Hessen GmbH (BvH) betreibt hier die Linien 672, 673, 679 und 682 und wird streiken. „Groß-Zimmern dürfte stark betroffen sein. Wir wissen noch nicht, was konkret bestreikt wird, aber es kann sein, das die Gemeinde komplett nicht bedient wird“, sagte Dadina-Sprecherin Jäger. Alternative für Groß-Zimmern sei die Linie 671 bis zur Haltestelle „Dieburg L3115“ und „danach zu Fuß“, heißt es.

Chaotisch dürfte die Situation in der Stadt Darmstadt werden, wo voraussichtlich alle Buslinien des HEAG-Verkehrskonzerns ausfallen. 80 Busse sollen im Depot bleiben. Die Dadina verweist für Alternativen auf das Servicetelefon des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) unter 069 24248024 sowie ihren Internetauftritt.

Verdi macht mit Warnstreiks Druck

Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter privater Busunternehmen ab Montag zum unbefristeten Streik aufgerufen. Besonders betroffen sind die Städte Frankfurt, Offenbach, Hanau und Darmstadt, aber auch weite Teile des restlichen Rhein-Main-Gebiets. Hintergrund sind die Verhandlungen von Verdi mit dem privaten Busverkehrsverband über einen neuen Entgelttarifvertrag und den Manteltarifvertrag. Die Gewerkschaft fordert eine stufenweise Anhebung des Stundenlohns von 12,00 auf 13,50 Euro, Verbesserungen bei der Pausenregelung und einen zusätzlichen Urlaubstag.

Der Streik wird besonders Schüler treffen, denn am Montag ist der erste Schultag nach den Ferien. Die Busunternehmer – der Verband vertritt 170 private Betriebe – kritisieren die Gewerkschaft deshalb heftig. (re)

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Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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