Bauausschussmitglieder bemustern Ausstattung für die neue Römerhalle

Keiner tanzt auf dem Tisch

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Für gute Stimmung sorgte bei der Bauausschuss-Sitzung das Probesitzen auf den Stühlen für die Römerhalle. So tragen es in unserem Foto Dr. Albrecht Achilles (l.) und Bürgermeister Dr. Werner Thomas auch mit Humor, dass ihnen Godehard Hagn (sitzend v. l.), Konrad Kurbel und Friedrich Jakob auf den begehrten Teststühlen zuvor gekommen sind.

Dieburg ‐ Die Bauausschussmitglieder Godehard Hagn (CDU), Konrad Kurbel (SPD) und Bauausschussvorsitzender Friedrich Jakob (CDU) haben es geschafft. Und das war gar nicht so leicht. Denn die Plätze auf den drei Stühlen, die sie nach der offiziellen Eröffnung des Probesitzens ergattert haben, sind heiß begehrt. Von Laura Hombach

Doch die Drei scheinen routinierte Reise-nach-JerusalemSpieler zu sein und kommen ihren Ausschusskollegen zuvor. Froh gestimmt sitzt das Trio auf den drei verschiedenen Varianten einer künftigen Römerhallenbestuhlung.

Auf den ersten Blick sind sich die Stühle recht ähnlich: Beine aus Metall, Sitzfläche und Rückenlehne aus Holz, wobei die Sitzfläche mit einer Stoffpolsterung versehen ist. Zwei der Stühle sind in hellem Holz gehalten, einer in einem rötlichen Mittelbraun - allerdings sind alle in der Farbe variabel. Auf ein weiteres wichtiges Kriterium haben die Planer schon bei der Vorauswahl geachtet: Auf den Stühlen kann man außer sitzen auch stehen und tanzen, Eigenschaften, die besonders während Fastnachtssitzungen schwer gefragt sind.

Die Mitglieder des Bauausschusses können sich also ganz konzentriert der Frage widmen: Auf welchem Stuhl lässt es sich am komfortabelsten sitzen? Spaß haben die Ausschussmitglieder beim Testsitzen alle, doch am besten Lachen lässt es sich auf dem Stuhl, den Ausschussvorsitzender Jakob gleich als erstes „erobert“ hat - so die einhellige Meinung nach Beendigung der Testrunde. Deutlich ist auch die Mehrheit für eine helle Holztönung, weil sie am besten mit dem an diesem Abend ebenfalls als Muster zu sehenden Parkettfußboden harmoniert. Nicht ganz geklärt ist die Frage, ob es für den besseren Sitzkomfort nötig ist, auch die Rückenlehne zu polstern. Das würde inklusive Nummerierung der 550 Stühle rund 7 000 Euro Aufpreis bedeuten.

Nicht nur bei der Auswahl der Stühle hatten die Planer auf die für das Daraufstehen und -tanzen nötige Stabilität geachtet. Gleiches gilt für die rund 100 Tische. Das ausgewählte Modell war am Montagabend in der Bauausschusssitzung ebenfalls zu bemustern. Anlass zu Diskussionen gab der Tisch aufgrund seiner schlanken 70 Zentimeter Breite. Die seien zwar breit genug, um Teller und Gläser darauf unterzubringen, für Dekoration und Blumenschmuck wird es indes zu eng. Diesen Umstand müsse man wohl in Kauf nehmen, so die Planer, denn schon eine Tischbreite von 80 Zentimetern würde bedeuten, dass 100 Personen weniger im Saal Platz finden. Zu sehen bekommt der Bauausschuss auch all die anderen Materialien, die demnächst an und in der Römerhalle für den richtigen Guck sorgen sollen: beige Sandsteinplatten für den Sockel, Verputz in einem sanften Weiß (die Farbe muss noch mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden), Steingutfliesen, Terrassenbelag, Türklinken und Eichenfurnier für die Türen, Sonnenschutzglas und Fenstereinfassungen.

Neben der Vorstellung der ausgewählten Materialien und Objekte (alle innerhalb des festgelegten finanziellen Rahmens), darf auch hier angefasst und getestet werden. Nicht getestet wird an diesem Abend indes, ob sich Tische und Stühle tatsächlich zum Darauftanzen eignen. Die endgültige Entscheidung hat jetzt der Magistrat, den Segen des Bauausschusses haben Tisch, Stuhl und Co. seit Montagabend jedenfalls.

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