Neue alte Kennzeichen

DI und 11 ist Renner

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Renee Exner fährt nun mit dem Kennzeichen DI-EX 11 durch die Lande.

Dieburg - Die ersten Exemplare sind im Dieburger Stadtbild und andernorts im Landkreis bereits auf der Straße zu sehen: Das DI-Kennzeichen ist zurück. Von Jens Dörr

Vier stolze Besitzer, die dem DA-Kennzeichen schon Lebewohl gesagt haben, verraten, weshalb es ihnen mit der Ummeldung gar nicht schnell genug gehen konnte. Renee Christian Exner fährt nun mit dem Kennzeichen DI-EX 11 durch die Lande. Der Fraktionsvorsitzende der Dieburger CDU hat sich nicht nur privat die Visitenkarten auf Rädern gewünscht, sondern sich auch auf politischer Ebene für sie ausgesprochen. „Auch wenn es auf übergeordneter Ebene entschieden worden ist, so haben wir im Dieburger Stadtparlament doch auch unser Signal gesetzt.“

Bernd Grimm hat sich sogar die Doppelelf gesichert und das Kennzeichen DI-GR 1111 montiert.

Exner spielt darauf an, dass die CDU dort den Antrag stellte, die Lokalpolitik der ehemaligen Kreisstadt möge sich doch ausdrücklich zum DI bekennen. Dem CDU-Antrag vom 12. Dezember 2011 folgten damals 27 Parlamentarier aus CDU, SPD, Grüne, FDP und UWD. Vier Abgeordnete aus Reihen von SPD und Grünen votierten dagegen.Der Annahme des Antrags vorausgegangen war eine Umfrage der Hochschule Heilbronn, bei der sich 83 Prozent der Befragten für die Wiedereinführung des Kennzeichens, das Ende der 70er nach und nach von den hiesigen Straßen verschwunden war, aussprachen.

„Ich bin stolz, unterwegs immer ein Stück Dieburger Heimat dabei zu haben“, bekennt sich Exner zur Gersprenzstadt, in der er bald auf dem Campusareal wohnen wird. „Ich freue mich auch ganz ehrlich, dass der Landrat seine anfängliche Haltung geändert und Dieburg bei dieser Sache unterstützt hat.“ Bernd Grimm hat sich sogar die Doppelelf gesichert und das Kennzeichen DI-GR 1111 montiert.

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Wie Exner ist auch er bekennender Fastnachter. „Auf alle Fälle ist das DI aber auch ein Stück Kindheitserinnerung“, meint Grimm. „Schon meine Eltern hatten immer DI. Ich hätte nicht gedacht, dass es noch einmal zurückkommt.“ Und noch eine närrisches Kennzeichen: Bernd Schneider präsentiert sich im Straßenverkehr künftig mit DI-XX 11. „In Dieburg sind ja die Zahlen wichtiger als die Buchstaben - und als Fastnachter hat man eben gerne die ,11’ auf dem Schild“, gibt Schneider zu Protokoll. Er sei zudem „so ein regionaler Typ und kein Kosmopolit“. Und schon seit er 1989 seinen 18. Geburtstag gefeiert habe, habe er sich ein DI-Nummernschild gewünscht.

DI ist dran: Bernd Schneider (vorne), Urgestein der Dieburger Fastnacht, war einer der Ersten, der sich das DI-Kennzeichen für seinen Wagen sicherte. Landrat Klaus Peter Schellhaas hilft bei der Montage

Armin Lortz wohnt zwar in Steinau, holte sich sein DI-Kennzeichen aber trotzdem schon am 2. Januar. „Heute bin ich im Herzen Dieburger und stolz, das auch zu zeigen“, so Lortz. Für ihn sei es „eine Herzensangelegenheit“. Fastnacht, Events und sein ganzes soziales Umfeld befänden sich in Dieburg, wo er lange arbeitete – und er sei stolz darauf, als Fischbachtaler jetzt auch wieder ein Dieburger zu sein. Und in Abgrenzung dazu: kein „Darmstädter“ mehr zu sein – „obwohl mein Herz auch dem SV Darmstadt 98 gehört“.

Quelle: op-online.de

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