32. Martinsmarkt lockt mit mehreren Konzerten

Von King of Pain bis Poco Loco

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Im Fechenbach-Park lassen Gaukler und Kunsthandwerker das Mittelalter wieder auferstehen.

Dieburg - In der Innenstadt, auf dem Marktplatz und im Fechenbach-Park werden an den drei Martinsmarkt-Tagen rund 150 Händler, Gastronomen und Kreative, aber auch lokale Gruppen und Vereine dabei sein. Von Jens Dörr 

Da ist Musik drin: Nicht nur im übertragenen Sinne lässt sich dies für den nahenden 32. Dieburger Martinsmarkt (3. bis 5. November) des Gewerbevereins in Innenstadt und Fechenbach-Park behaupten. Mehrere Konzerte werten die ohnehin äußerst beliebte Veranstaltung, die alljährlich viele tausend Menschen in Dieburgs Zentrum lockt, auch in diesem Jahr auf. Eine der Hauptattraktionen bleibt der historische Marktteil im Fechenbach-Park, wo Ritterlager, Gaukler und Kunsthandwerker besonders das Mittelalter wieder auferstehen lassen.

Für den Fechenbach-Park sowie die Bühne neben dem Parkeingang, wo auch das Riesenrad wieder platziert wird, hat Marktmeister Alois Ostner (Kaufhaus Enders) erneut die Eppertshäuser Folk-Band Saytensprung (Samstag und Sonntag ab 14 Uhr auf der Bühne) sowie die tschechische Gruppe Rebule (spielt an allen drei Tagen ohne feste Zeiten mittelalterliche Musik neben der Taverne im Fechenbach-Park) verpflichtet. Genau geplant sind die Anfangszeiten zweier anderer Konzerte: Am Martinsmarkt-Samstag greifen ab 21 Uhr im „Krone Keller“ King of Pain in die Saiten (Eintritt: 5 Euro).

Am Sonntag (20 Uhr) markiert das Konzert des Dieburger Chors Poco Loco zusammen mit dem Frankfurter Frauenchor Elektra Vokal unter der Gesamtleitung von Rodrigo Affonso in der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul den Schlusspunkt des Martinsmarkts. Hierbei ist der Eintritt frei, Zuhörer können aber spenden. Der Erlös des Martinsmarkt-Konzerts soll in die technische Verbesserung der Video- und Audioübertragung in den beiden Dieburger Seniorenzentren St. Rochus und Haus Priska fließen. An Wallfahrt wurden die großen Gottesdienste in diese beiden Seniorenzentren übertragen, an Fastnacht auch der Dieburger Umzug.

In der Innenstadt, auf dem Marktplatz und im Fechenbach-Park werden an den drei Markttagen rund 150 Händler, Gastronomen und Kreative, aber auch lokale Gruppen und Vereine (darunter die Prinzengarde, DJ Robby, mehrere Fastnachtsgruppen und der Lions Club Groß-Umstadt) ihre Stände betreiben. Davon werden rund 40 den historischen Markt bereichern. Erneut dabei ist die Falknerin mit einigen ihrer Raubvögel, die in den Vorjahren ebenso Publikumsmagnet war wie 2016 der erstmals verpflichtete Wippdrechsler. Zudem kehrt nach einer Pause „Borgolte’s Seilerei“ zurück. Der Gewerbeverein verspricht auch eine Feuershow.

Mehrere Rittergruppen samt Gefolge richten darüber hinaus ihr Domizil ein und demonstrieren das Lagerleben. Dort gehören das für einen guten Zweck verkaufte Stockbrot für die Kinder ebenso fest dazu wie außerhalb des Parks die lebenden Gänse im Gatter des Groß-Zimmerner Bauern Mann, die Münzprägung des Teams um Ex-Kaufmann Herbert Kosch (das Motiv ist diesmal das Kapuzinerkloster samt Franziskusgarten) und am Samstag und Sonntag der Ballonwettbewerb des Gewerbevereins. Der Karnevalverein Dieburg verkauft an mehreren Ständen – etwa an jenem der Dieburger Musikanten – seine neue CD mit heimischen Fastnachtsschlagern der vergangenen zehn Jahre. Dieburgs Partnerstädte Aubergenville (Frankreich) und Mladá Boleslav (Tschechien) bereichern den Markt entlang des Rathauses.

Archivbilder

Martinsmarkt 2016 in Dieburg: Fotos

Am Sonntag öffnet zwischen 14 und 16 Uhr unter Betreuung des Heimatvereins nahe des Parks der historische Mühlturm. Sogar von 13 bis 18 Uhr öffnen am Sonntag die Dieburger Geschäfte ihre Türen, nicht nur in der Innenstadt. Außerhalb ist etwa das Lederbekleidungsgeschäft Bickel im Burgweg geöffnet. Am Marktplatz plant das Nähzentrum Meitner Stick- und Strickvorführungen, auch andere Händler und Gastronomen haben sich Besonderes einfallen lassen.

Ein Besuch im Apfelweinhof von Lars Wiessner (Steinstraße) verspricht leckeres selbst gekeltertes „Stöffche”, im Hof des Getränkehandels Braunwarth (Zuckerstraße) bildet an allen drei Tagen ein Schaubrauen mit Verkostung und erster Vorbestellungsmöglichkeit den Auftakt zur Wiedergeburt der einst bis 1963 produzierten Dieburger Biermarke „Löwenbräu“. Dazu folgt ein separater Artikel. Über den 32. Dieburger Martinsmarkt wird unser Verlag zudem in einer am 2. November erscheinenden Sonderbeilage informieren.

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