Kita St. Martin nächste Woche im Neubau

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Doris Kampfmann (von links), Steffen Selmes und Monika Reichenbach richten die neuen Räume der Krippe ein.

Dieburg - Für die Kinder ungeplante Ferien, für die Erzieherinnen Wochenend- arbeit. Notwendig und doch stressig. Nach 53 Jahren zieht die Kita St. Martin nebenan in ein neues Gebäude. Von Sonja Achenbach 

Regale werden vom Staub befreit, Stühle gestapelt, Spielsteine sortiert und Kisten geschleppt – ganz so, wie ein Umzug nun einmal abläuft. Nur zieht hier keine Familie von einer Wohnung in die nächste. Es ist eine ganze Kindertagesstätte, die in das neue Gebäude gleich nebenan zieht. Ein Tag, der von allen herbeigesehnt wurde. „Eigentlich sollten wir schon im Januar umziehen“, erzählt die Leiterin Christiane Bubach. Die Termine waren gesetzt, die Eltern hatten sich drauf eingestellt, doch „beim Bau des Gebäudes ist die Inneneinrichtung vergessen worden“, so Bubach.

Also mussten die Pläne umgeschmissen und eine Liste aufgestellt werden, welche Bedingungen welches Möbelstück zu erfüllen hat. „Wir hätten uns das lieber selbst für gute und pädagogische Arbeit ausgesucht“, bedauert die Leiterin der Kindertagesstätte St. Martin. Aber alles musste schnell gehen, für die Planung hatten sie nur einen Tag. Mehrfach musste das Datum für den Umzug noch nach hinten verschoben werden, jetzt haben sie nur drei Tage Zeit. Gestern, am heutigen Samstag mit Hilfe eines Umzugsunternehmens und am Montag muss alles über die Bühne gehen, denn am Dienstag kommen die Kinder wieder.

Wer sich von dem alten Gebäude verabschieden will, der kann das am Mittwoch, 28. Mai, tun. Von 15 bis 20 Uhr ist eine Abschiedsfeier geplant. Bei einem Flohmarkt kann man historisches Mobiliar aus dem Gebäude erwerben und sich auf einer Wand verewigen. Ein Foto mit diesen Erinnerungen soll im neuen Gebäude aufgehängt werden. Bilder von „Ehemaligen“ aus 53 Jahren dann können bewundert werden. Besonders Kinder, die vor langer Zeit durch die Räume getobt sind, lädt Kita-Leiterin Bubach zu dem Abschiedsfest ein. Für die kleinsten Besucher stehen Spiele bereit. „Es soll ein Fest für alle werden.“

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