Kita St. Martin: Mehr Fragen als Antworten

Dieburg - Wie soll die neue Kita St. Martin in der Pater-Delp-Straße aussehen? Soll ein Neubau entstehen, ein kompletter Um- und Anbau oder sollen einzelne Modelle in Containerform aneinander gereiht werden? Von Lisa Hager

Sollen nur die 75 Plätze erhalten oder diese um Plätze für Kinder unter Drei erweitert werden? Das waren nicht die einzigen Fragen, auf die es in der Haupt- und Finanzausschusssitzung am Donnerstag noch keine Antworten gab.

Unklar ist auch bislang, wie groß der Bedarf an U-3-Plätzen (Hortplätze für Kinder unter drei Jahren) eigentlich ist - zumal auch das Neubaugebiet am Campus dazu kommen wird. Bürgermeister Dr. Werner Thomas berichtete, dass den Investoren bereits rund 40 Anfragen von bauwilligen Familien für das Gelände vorlägen. Und so ist unklar, ob in der neuen Kita auch gleich eine oder zwei U-3-Gruppen mitgeplant werden sollen oder nicht.

Die Zeit drängt

Fest steht, dass die Zeit drängt: Bis Mitte 2013 hat jedes Kind einen gesetzlichen Anspruch auf einen Hortplatz. Spätestens dann sind die Kommunen in Zugzwang. Die Parlamentarier sahen sich aber aufgrund fehlender Informationen nicht in der Lage, jetzt schon eine Empfehlung für eine der drei von Bau-Ingenieur Hans Hix (Groß-Zimmern) vorgelegten Varianten abzugeben. Das Thema soll jetzt noch mal im nächsten Haupt- und Finanzausschuss behandelt werden, wo die Modelle näher verglichen werden sollen.

Die drei Varianten unterscheiden sich in den Kosten nicht immens. Für Variante 1 (Umbau/Erweiterung plus einem Anbau für zwei U-3-Gruppen) werden zwei Millionen Euro Baukosten (jeweils brutto) angesetzt. Etwas teurer (2,25 Millionen) kommt Variante 2: In diesem Fall würde ein kompletter Neubau entstehen, der Altbau abgerissen werden. Ebenfalls zwei Millionen Euro würde Variante 3 kosten: Abriss des vorhandenen Gebäudes und kompletter Neubau in Modulbauweise. Bei allen drei Varianten sind drei Gruppen für Kinder über drei Jahre (Ü-3) und zwei Gruppen für unter Dreijährige (U-3) vorgesehen.

Betriebserlaubnis bereits vor Jahren entzogen

Planer Hans Hix erinnerte in der Diskussion daran, dass der Kita die Betriebserlaubnis bereits vor Jahren entzogen wurde, da die Brandschutzauflagen nicht eingehalten werden konnten. Als die endgültige Schließung kurz bevor stand, hat der Betreiber, die katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul, das Nötigste für 28 .000 Euro veranlasst. Jetzt darf der Betrieb weiterlaufen, bis die neue Kita gebaut ist.

Auch über die Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen der Stadt, die die Baukosten tragen soll, und der Kirchengemeinde als Bauherrin gab es Diskussionen. Wäre die Stadt Bauherrin, das machte Hix deutlich, würde die Sache erheblich länger dauern, da sie als öffentlicher Auftraggeber weit mehr Auflagen zu erfüllen hätte. Hix: „Die Kirche kann nachverhandeln, das ganze Procedere ist einfacher.“ Als Bauzeit rechnete er ein Jahr. Dafür müsste aber bis Ende 2012 die Ausschreibungen laufen.

Quelle: op-online.de

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