Kiwikoalakugelfisch entdeckt

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Der Dieburger David Allmann mit seiner Freundin Alice in der Naturschönheit Neuseelands. Sechs Monate waren die beiden am anderen Ende der Welt unterwegs. Aus seinen Aufzeichnungen ist jetzt ein Buch entstanden, das am vergangenen Wochenende bei der Leipziger Buchmesse vorgestellt wurde.

Dieburg ‐  Als der Englisch- und Philosophiestudent David Allmann die Erlebnisse seines halbjährigen Reise durch Neuseeland, Australien und Japan in seinem Blog im Internet veröffentlichte, hatte er sich eines nicht träumen lassen. Von Lisa Hager

Dieser lustige Kletterer ziert das Cover des Buches: Es ist der „Kiwikoalakugelfisch“.Illustration: Johanna Roos

Dass seine sehr persönlichen, von Ironie und Selbstreflexion gefärbten Betrachtungen einmal als Buch in den Dieburger Buchhandlungen liegen und zudem noch einen Auftritt bei der Leipziger Buchmesse haben würden. „Das war wirklich eine große Überraschung“, sagt der 25-jährige strohblonde Hüne im Gespräch mit dem DA. Seine Freundin, die Ethnologiestudentin Alice Dahmen, die ihn auf der Reise begleitete, hat das Manuskript ohne sein Wissen an verschiedene Verlage geschickt - und gleich einen Volltreffer gelandet: Es wurde angenommen.
Während ihrer Reise als Backpacker durch Neuseeland, Australien und Japan nahmen die beiden alle möglichen Jobs an, um sich über Wasser zu halten: Vom Kiwipflücker, Zimmermädchen in fragwürdigen Hostels bis zum Teppichträger und Hilfsarbeiter auf einem verlotterten Biobauernhof war da alles mögliche dabei.

Das Reisetagebuch „Kiwikoalakugelfisch“ von David Allmann ist ab sofort in der „Bücherinsel“ und der Buchhandlung Plappert vorrätig. Es ist im Mana-Verlag erschienen und kostet 16,80 Euro. ISBN: 978-3-937274-59-1.

„Es wurde teilweise schon sehr anstrengend“, räumt Allmann ein, der Ende des Jahres sein Staatsexamen fürs Lehramt an Gymnasien machen will und an der Alfred-Delp-Schule in Dieburg jetzt schon immer mal „übt“. Fasziniert von der traumhaften Landschaft Neuseelands staunen die beiden im Buch nicht minder über die ungewöhnlichen Leute, denen sie begegnen. Augenzwinkernd führt Allmann die kuriosesten Typen vor und beweist damit eins: Das wirklich Wichtige am Reisen ist nicht das Abhaken von Sehenswürdigkeiten, sondern die Begegnung mit den Menschen - auch mit sich selbst.
Auf der Leipziger Buchmesse konnte Allmann dem Publikum sein Buch am vergangenen Wochenende selbst vorstellen. Lesungen in seiner Heimatstadt Dieburg sollen im Mai folgen. Nicht nur „seine Wenigkeit“, sondern auch „bezaubernde Alice“ - so sind die beiden Protagonisten in dem amüsant zu lesenden Reisebuch betitelt - wird da sicher dabei sein.

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