Kleine Narren, ganz groß

+
Bei herrlichem Sonnenschein zogen Dieburgs Nachwuchsnarren gestern Nachmittag durch die Innenstadt.

Dieburg - In glitzernde Geschenkfolie verpackt mit Schleifchen an Stirnbändern und Mützen sagten die Kinder Gutenbergschule „Danke“: Das funkelnagelneue Gebäude ihrer Schule auf der Leer war Anlass für das Motto beim Kinderumzug, der gestern bei strahlendem Sonnenschein und empfindlichen Minustemperaturen durch die Straßen Dieburgs zog. Von Lisa Hager

Bis der Wagen des temperamentvollen und mit Bonbons freigiebig um sich werfenden Kinderprinzenpaares Luka I. und Celine I. den Abschluss bildete, waren 50 bunte Gruppen und schmissige Musikkapellen vorbeigezogen. Den Abschluss bildete dann das große Finale auf dem Marktplatz, wo man sich bei einer Fastnachtsparty mit heißen Getränken und Grillwurst schon mal für den kommenden Höhepunkt der tollen Tage warm schunkelte. .

Aber nicht nur die Gutenbergschule wartete mit einem aktuellen Thema auf: Für die Kita Odenwaldstraße lief ein ganzer mit Helmen und Ohrenschützern ausgestatteter Bautrupp. Das nötige Werkzeug - samt Eimer und Schaufel - hatten die kleinen Arbeiter auch schon dabei. „Wir schaffen es 2012“, verkündeten die Fastnachter optimistisch. Noch in diesem Jahr soll dort ein Anbau für eine U-3-Gruppe entstehen.

Tierisch viel los war bei der Kita St. Martin: In dieser Gruppe hatten es die Tiere im warmen Pelz am gemütlichsten. Und die Kita St. Josef hatte sich komplett in einen Zirkus verwandelt: Clowns und Akrobaten verzauberten die Straße. Voll abgetaucht in Neptuns Reich präsentierten sich die Kleinen von der Kita Ruhbäumchen und die Kita Muggelburg scheint komplett von Rittern und Burgfräuleins bevölkert zu sein. Die Piraten der Kita St. Wolfgang schienen Dieburg kapern zu wollen, während in der Kita Knirpsenland bei hellichtem Tage schon Geisterstunde war. Lichtscheues Volk führte auch die Marienschule auf die Gass’: Die Vampire hatten wohl gerade erst gefrühstückt zu haben.

In den Fastnachtsgruppen, die sich teilweise beteiligten, trieben sich auffallend viele gefallene Engel und rotgesichtige Teufel herum. Aber auch lustige Äla-Bananen im Pyjama waren zu bewundern.

Hexen, Räuber, Musikclowns, wandelnde Zitronen, Wunschfeen und bedächtige Angler waren ebenso zu sehen wie malerische Inkas, Hippie-Draculas und fesche Bayern von der Alm.

Wenn man den Kinderumzug als eine Art Generalprobe für den großen Umzug am Fastnachtsdienstag betrachteten will, kann es am 21. Februar nur heißen: Dibborsch, Äla - wunnebaa!

Kommentare