Kindersitzung des Karnevalverein Dieburg

Kleine zeigen große Klasse

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Äla-Nachwuchs begeistert bei Kindersitzung des KVD. Ein „Äla-Musical“ präsentierten die Kindersingers.

Dieburg - Zackig und mit viel Schmiss zeigte sich die Kindersitzung des Karnevalvereins Dieburg (KVD) am Sonntag in der mit 500 Besuchern restlos ausverkauften Römerhalle. Von Matthias Grimm 

Mit großer Klasse zelebrierten die Kinder ihre Fastnachtsgala, die von Sitzungspräsident Felix Herz (13 Jahre) glänzend moderiert wurde. Nachdem die Kindergarde und der Elferrat eingezogen waren, ging es gleich richtig zur Sache und den Zuschauern wurde rund drei Stunden lang ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Höhepunkt einer jeden Premieren-Kindersitzung ist die Proklamation des neuen Kinderprinzenpaars durch den KVD-Präsidenten Friedel Enders. Die Nachwuchsnarren werden in der laufenden Fastnachtskampagne regiert von: Prinz Finn I., Maestro der Gitarrenstrippe vun de Brebeldippe-Sippe (Finn Keller) und Prinzessin Celina I., superflottes Fitness-Bienche Knallköppche und Ankermienche (Celina Rebel).

Prinz Finn spielt Handball

Ausführlich wurden die beiden ihrem Kindervolk vorgestellt. Prinz Finn „spielt Handball bei der grüngelben SG und findet Harry-Potter-Filme sehr schee. Außerdem gehört er der Fastnachtsgruppe „Brebeldippe“ an. Prinzessin Celina ist Mitglied der Fußgruppe „Knallköpp“ und sie ist sehr sportlich: „Sie turnt beim Turnverein an Geräten herum und singt dabei stets „Äla-bumm.“ Das Kinderprinzenpaar wird von den Pagen Finn Potthast, Jan Cezanne, Merle Keller und Colin Rebel begleitet.

Proppenvoll präsentierte sich die Bühne beim Tanz der kleinen Garde (Leitung: Dagmar Ruißinger) – da musste einfach jeder Schritt sitzen. Mit viel Tempo und Energie tanzte die Gruppe von Simone Hermann und Birgit Lorenz unter dem Motto „Lollipop“ über die Bühne, bevor die „Cowgirls“ mit ihren Lassos tänzerisches Ropeskipping vom Feinsten darboten. Den Tanz hatten Theresa Busch, Tanja Siebart und Dagmar Ruißinger mit den Mädels einstudiert.

Ganz neue, aber überzeugende Wege gingen unter Neonlicht die Hip-Hopper des KVD, angeleitet von Maverick Stemmler und Brandon Mendoza. Sogar ein gewagter Sprung von der Bühne in den Saal war dabei zu bestaunen. Auf hohem tänzerischen Niveau präsentierte sich auch die große Garde (Leitung: Simone Herrmann und Birgit Lorenz), in die Herzen der Zuschauer hüpften sich kleinen Kängurus von Nadya Hernandez y Allmann und Nicole Schmitt.

Seit dem Frühsommer am Üben

Den Reigen kreativen und hochklassigen Kinder- und Jugendtanzgruppen des KVD schloss die „Muppet Show“ - Carina Winter, Evelyn Pfeiffer und Natalie Josten ließen Kermit den Frosch und Miss Piggy fantasievoll durch die Römerhalle wirbeln. Die große Klasse der KVD-Nachwuchstanzgruppen kommt nicht von ungefähr – schon seit dem Frühsommer sind die Ensembles Woche für Woche fleißig am Üben.
Witz und Charme versprühten Kinder in ihren Redevorträgen. Mit etwas Wehmut blickte das Ex-Kinderprinzenpaar (Lukas Richter, Anne Bürger) auf das letzte Jahr zurück: „Als in den Schulen das Äla begann zu klingen, da taten sogar die Lehrer mitsingen“. Ein Zwiegespräch erster Güte lieferten DJK-Kicker Joris Fries und ASV-Ringer Luka Mai ab. Und sie sparten nicht mit Selbstkritik: „Siegen und die DJK – wann war das mal da?“

Zwiespältige Erinnerungen hatte Marius Wolfenstädter an seinen Urlaub auf dem Bauernhof. In der Wohnung, von ihm in trefflichem Dibboijerisch „Huwett“ genannt, waren „Schnooge am Start, die häwwe mimm Lätzje uff uns gewart.“ Abschied aus der Kinderbütt nahmen Nicolas Ruf (14) und Julie Scharna (13): „Der Sitzung der Kinder sind wir nun entwachsen. Wir müssen nun scheiden – es war schee!“ Einen besonderen Gast brachten die Himalaya-Forscher Jan und Sarah Cezanne mit an den heimischen Dalles: „Ein Yeti an Fassnacht in Dibborsch fällt nit uff, weil all hawwe se Maske uff.“

KVD-Kindersitzung in der Römerhalle

KVD-Kindersitzung in der Römerhalle

Ein alter Hase auf der Bühne ist Maverick Stemmler, der Jahr für Jahr mit seinen Fastnachtsschlagern begeistert. Mittlerweile im Stimmbruch tritt er noch cooler und mit rockig-fetziger Note auf. In diesem Jahr feierte der 14-Jährige mit dem Song „Sei heut Nacht meine Prinzessin“ und einem Schlager-Medley sein 11-jähriges Bühnenjubiläum. Ihn werden Dieburgs Fastnacht-Fans hoffentlich einmal im Programm der großen Sitzung sehen und hören.

„Zugabe-Rufe“ waren der Lohn dafür, dass der neunjährige Miro Rodrigues beim bajuwarisch angehauchten Fastnachtsschlager „Fastnacht iss do“ gekonnt die Dirndl tanzen ließ. Das Publikum erhob sich von den Plätzen und feierte mit, als die Kinder-Äla-Fetzer begleitet von ihren „Deiwelsgeije“ das traditionelle Äla-Liedgut in den Saal schmetterten. Da können sich die Großen schon mal warm anziehen.

In ihrem „Äla-Musical“ holten die Kindersingers per Playbackshow die große weite Welt New Yorks auf die Bühne der Römerhalle, bevor alle Aktiven noch einmal während des großen Finales ihren verdienten Applaus genießen durften.

Am kommenden Sonntag um 15.11 Uhr hebt sich der Vorhang in der Römerhalle zur zweiten Kindersitzung.

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