Klettern oder auch schaukeln?

Bis zum Frühjahr soll aus der Ödnis an der neuen Kita St. Martin wieder ein begrüntes Außengelände zum Toben und Spielen geworden sein.  (c)Foto: Hombach An der neuen Kita St. Martin geht es an und um die Gestaltung des Außengeländes.

Dieburg - Seit Montag rollen erneut die Bagger an der Kita St. Martin. Nach dem Neubau der Kindertagesstätte und dem Abriss des alten Gebäudes (wir berichteten) geht es jetzt an die Gestaltung des Außengeländes. „Die Arbeiten sind alle beauftragt“, erklärt Bürgermeister Dr. Von Laura Hombach

Werner Thomas.

In den zurückliegenden Wochen hatte bei den Eltern der Kita-Kinder Unruhe und Sorge um das Wann und Wie der Wiederherstellung eines Spielbereichs für die Kinder geherrscht. „Ursprünglich hatte es einen Plan für die Gestaltung des Außengeländes gegeben, der wurde immer weiter abgespeckt und keiner wusste, wie es weiter geht“, schildert Rebecca Munz, Vorsitzende der Elternvertretung der Kita St. Martin. „Seit zwei Jahren haben die Kinder keine Spielgeräte mehr im Außenbereich“, so Munz zur unerfreulichen Situation. Das mangelnde Bewegungsangebot führe bei manchen Kindern schon zu spürbarer Unausgeglichenheit.

Diese Phase soll im nächsten Frühjahr überstanden sein. Dann sollen die Kinder wieder auf der Außenanlage spielen können, verspricht Thomas. Das Problem sei gewesen, dass alle Arbeiten – vom Neubau, über den Abriss bis jetzt zur Neuanlage des Außenbereichs – bei laufendem Betrieb durchgeführt werden mussten. „Das ist eine Zumutung für alle Beteiligten“, weiß der Verwaltungschef.

Nach der Fertigstellung des Neubaus habe die Stadt zunächst prüfen müssen, wie viel Geld von der im Haushalt 2014 für die Kita bewilligten Summe noch übrig sei, erklärt Thomas. Die Prüfung habe ergeben, dass der verbleibende Betrag für die Fertigstellung der Maßnahme reiche.

Konkret heißt das, dass in den kommenden Wochen die Wege angelegt, Rasen gesät und Bäume gepflanzt werden. Die alten Spielgeräte der Kita sollen repariert und wieder aufgestellt werden. Damit ist das Budget allerdings erschöpft. Für die Anschaffung neuer Spielgeräte ist kein Geld mehr im Topf.

Bei den Eltern sorgt die Nachricht, dass nun auch das Außengelände wieder in einen ansehnlichen und bespielbaren Zustand versetzt werden soll, zwar auch für Erleichterung. Enttäuscht zeigt sich die Elternvertretung aber darüber, dass die Außenanlage lediglich mit zwei alten Spielgeräten ausgestattet werden soll. So wird es Spielgeräte wie etwa eine Schaukel oder eine Rutsche nach derzeitigem Stand erst einmal nicht geben.

Deshalb wollen die Eltern sich jetzt noch einmal verstärkt für eine gute Ausstattung des Außengeländes einsetzen. „Wir haben viele engagierte Eltern“, weiß Munz. Gerne wären auch die Eltern bereit, sich zu engagieren. Ein Engagement, das ihrer Ansicht nach aber nur im Zusammenspiel von Eltern, Stadt und der katholischen Kirche als Träger der Kita sinnvoll ist. „Es wäre schön, wenn wir gemeinsam mit der Kirche und der Stadtverwaltung doch noch gemeinsam zu einer Lösung kommen könnten, um den Kindern ausreichend Spielmöglickeiten anbieten zu können“, gibt Munz ihrer Hoffnung Ausdruck, dass in Sachen Spielgeräte noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.

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